Ehre, wem Ehre gebührt!

Namen sind Schall und Rauch. Woran wird das deutlicher als an Hermann Anschütz-Kaempfe? "Hermann wer?", dürften die meisten Zweibrücker fragen, wenn man sie auf diesen ehemaligen Mitbürger anspricht.

Dabei dürfte Anschütz-Kaempfe einer der größten Söhne sein, die die Stadt jemals hervorgebracht hat. Dank ihm müsste es heißen: "Die Stadt der Rosen, Rosse - und Erfinder!" Anschütz-Kaempfe ist mit dem Kreisel-Kompass eine wichtige wissenschaftliche Erfindung gelungen. Nun durfte er zu Lebzeiten dafür bereits den Lorbeer ernten - das Patent dafür hat ihm ordentlich Geld gebracht. Aber in Vergessenheit geraten ist sein Name dennoch weitgehend.

Die Hochschule leistet einen wichtigen Beitrag, indem sie mit einer Skulptur den Erfinder würdigt. Nicht zu vergessen Terex und die zahlreichen Sponsoren, die sich an dem Projekt beteiligen. Und da wäre noch das lobenswerte Engagement des Zweibrückers Rolf Dietrich. Der ehemalige Lehrer an der Berufsschule dürfte als die eigentliche Triebkraft gelten. Seinen Ansporn, verdiente Zweibrücker zu ehren, stellte Dietrich bereits unter Beweis, als es darum ging, mit einem Modell Wilhelm Bauer zu würdigen. Wilhelm wer? Der hatte einst den "Brandtaucher" entwickelt, den Vorläufer des U-Bootes. Aber Namen sind Schall und Rauch . . .