Edgar Steiger wird 80 : Zweibrücken im Herzen

Der frühere Merkur-Redaktionsleiter Edgar Steiger feiert an diesem Sonntag seinen 80. Geburtstag.

Ein Gang mit Edgar Steiger durch die Zweibrücker Fußgängerzone dauert schon etwas länger. Zum einen, weil er an der einen oder anderen Stelle etwas zu erzählen hat. Und zum anderen, weil Steiger von Passanten immer wieder gegrüßt wird und er mit einem freundlichen Lächeln und einigen Worten zurück grüßt. Egal ob es sich bei dem Grüßenden um den Oberbürgermeister, einen Geschäftsmann oder den UBZ-Mitarbeiter handelt, der die Fußgängerzone sauber hält.

So gelten an diesem Sonntag Edgar Steiger viele Grüße zu seinem 80. Geburtstag. Auch wenn die geplante Geburtstagsfeier „ins Wasser fällt“, wie Steiger bedauert. So wird der Jubilar in den nächsten Wochen neben dem üblichen „guten Morgen“ noch ein „nachträglich zum Geburtstag“ hören. Den Ehrentag verbringt Steiger auch nicht in seiner Heimatstadt. Mit einem befreundeten Ehepaar weilt er an einem anderen Ort im Land. „Aber Zweibrücken habe ich auch dort im Herzen“, meint der bekennende Zweibrücker.

Der 1940 in Zweibrücken Geborene erlernte bei der Druckerei Gölzer und Nicklas den Beruf des Schriftsetzers. Aber schon früh packte ihn die Leidenschaft des Schreibens. Und so veröffentlichte er im Pfälzischen Merkur, in der Rheinpfalz oder im Pfälzer Tagesblatt Texte. Für den Merkur übernahm er zunächst Aufträge und berichtete über Konzerte und Theateraufführungen. Das hieß dann am späten Abend schreiben und morgens wieder in die Druckerei.

Der damalige Merkur-Chef Günter Bartz fragte Steiger in den frühen 1970er Jahren, ob er die Leidenschaft nicht zum Beruf machen wollte. 1973 wurde Steiger Redakteur beim Merkur. Von 1992 bis 1997 Redaktionsleiter. „Ich habe immer gerne mit den Leuten in unserem Haus zusammengearbeitet“, blickt Steiger gerne auf die Zeit zurück. „Wir waren ein sehr gutes Team.“

Gerne erinnert er sich zurück an das Jahr 1992, als der damalige Ministerpräsident Rudolf Scharping bei der Eröffnung der „ZW aktiv“ abweichend vom Manuskript die Gründung einer Fachhochschule in Zweibrücken ankündigte. Drei Jahre zuvor war Steiger einer der Mitinitiatoren der Verbraucherausstellung in Zweibrücken.

„Die Entwicklung der Stadt war mir in den vielen Jahren als Journalist ein großes Anliegen“, sagt der Jubilar. Und auch nach dem Wechsel von der Redaktionsstube als Berater Öffentlichkeitsarbeit bei der Air-City GmbH, die den Ex-US-Flugplatz entwickelte, verfolgte er sein Anliegen. Die Straßennamen wie Europa-Allee, Greenwichstraße, Berliner Allee oder Londoner Bogen sind Steiger zu verdanken: „Ich dachte, hier können wir die europäische Idee dokumentieren.“

Edgar Steiger hat nach dem Ausscheiden aus dem Redaktionsalltag für einige Anthologien oder Jahresbände Texte verfasst oder bei wie beim Buch zum 100-jährigen Bestehen des Rosengartens beratend mitgewirkt. Engagiert hat er sich in den Vorständen des Fördervereins der VTZ oder der Stiftung Kulturgut Zweibrücker Pferd.