Keine Schummeleien DRK und ASB setzen bei Corona-Tests auf Gründlichkeit

Zweibrücken · Rotkreuz-Geschäftsführer Hans Prager: Man hatte es Betrügern sehr einfach gemacht.

An den Zweibrücker Testcentern, hier die DRK-Teststation auf dem Herzogplatz, wird sorgfältig gearbeitet, versichern die Betreiber.

An den Zweibrücker Testcentern, hier die DRK-Teststation auf dem Herzogplatz, wird sorgfältig gearbeitet, versichern die Betreiber.

Foto: Mathias Schneck

Das DRK Südwestpfalz und der ASB-Zweibrücken legen bei den Coronatests großen Wert auf Sorgfalt und Qualität. Das unterstreichen die beiden Geschäftsführer Hans Prager und Tassilo Wilhelm auf Nachfrage des Merkur. Beide hoffen, dass es durch die „schwarzen Schafe“ keinen Vertrauensverlust für die Hilfsorganisationen vor Ort geben wird. Hintergrund sind Berichte, wonach wohl einige private Stationen in Deutschland COVID-Tests abgerechnet haben, ohne diese wirklich durchgeführt zu haben. Außerdem wurden bei mehreren Anbietern Verstöße gegen Hygienevorschriften bemängelt.

„Wir können in unseren 14 Zentren jede getestete Person nachweisen“, erklärt Prager, der dies mit dem Landesdatenschutzbeauftragten abgeklärt hat. Der Bund habe dies nicht vorgeschrieben, was es natürlich Betrügern sehr einfach gemacht habe.

Beim DRK sind 134 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die mit der jährlichen Ehrenamtspauschale in Höhe von bis zu 3000 Euro für ihre Arbeit belohnt werden. Das Personal sei auch professionell geschult worden und habe sich nicht nur den halbstündigen Videofilm angeschaut, in dem die Vorgehensweise beim Testen erläutert wird. „Bei uns wird in Kleingruppen geschult und die Leute können an Puppen probieren“, sagt der Geschäftsführer. Es gebe in den DRK-Zentren auch Hygienekonzepte, die vor allem eine ausführliche Desinfektion vorsehen.

Waren es am Anfang noch überwiegend Menschen, die sich wirklich dafür interessierten, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, so gehe es jetzt mehr als der Hälfte der Getesteten lediglich um eine Negativbescheinigung. Beim DRK könne man auch ohne Termin vorbeikommen, müsse aber auf jeden Fall genügend Zeit mitbringen. Der eigentliche Test inklusive Warten auf das Ergebnis dauert 15 bis 20 Minuten. Doch wenn die Terminlage eng ist, könnten Wartezeiten nicht vermieden werden, da es dann schwierig sei, unangemeldete Besucher zwischenzuschieben.

Auch Wilhelm betont betont, dass die Mitarbeiter beim ASB professionell geschult würden. Die Einverständniserklärung der Testpersonen diene dem ASB als Beleg. Damit könnte jeder Test dokumentiert werden. Wilhelm bittet aber, immer einen Termin auszumachen.

Neben der Teststation in der Zentrale in der Friedrich-Ebert-Straße sei der ASB mit mobilen Teams im Einsatz, die beispielsweise auch für Veranstaltungen angefordert werden können. Beiden Geschäftsführern geht es nicht um das Ausstellen von so genannten „Freischeinen“, sondern vor allem darum, etwas gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu tun.

Das sieht auch Gerd Maurer so, der sich von Anfang an beim DRK als Helfer einbringt. Er lobt, dass in Zweibrücken sowohl beim Testen als auch beim Impfen frühzeitig mit den Vorbereitungen begonnen wurde und man deshalb auch sehr professionell aufgestellt sei. Auch bei den Tests gehe man sehr gründlich vor. „Einmal bemerkte ein Besucher, ob ich bis zum Gehirn vordringen wolle“, erzählt Maurer. 

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