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Digitalpakt für Schulen Thema im Hauptausschuss von Zweibrücken

Digitalpakt für Schulen: Sondersitzung des Zweibrücker Hauptausschusses : 550 Zweibrücker Schüler erhalten Tablets

Die Stadt freut sich über die 100-prozentige Finanzierung durch das Land. Weil die Aktion einmalig ist, werden robuste Geräte gesucht.

233 352 Euro erhält die Stadt Zweibrücken aus einem Sofortausstattungsprogramm des Landes für die Anschaffung von mobilen Endgeräte (Kleincomputer wie Tablets) für Schulen. „Das ist eine 100-prozentige Förderung durch das Land“, freute sich Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD). Der Hauptausschuss des Stadtrats schloss sich der positiven Bewertung in der Sondersitzung am Montagabend an und stimmte geschlossen zu, dass die Verwaltung den Förderbetrag abrufen kann.

Auf die Frage von FWG-Fraktionschef Kurt Dettweiler, was genau geplant sei, antwortete die unter anderem für die Schulen zuständige Beigeordnete Christina Rauch (CDU), dass dies in einem Gespräch mit den Schulleitern besprochen werde. Ziel sei es, möglichst viele „robuste Geräte“ mit der entsprechenden Ausstattung wie Ladegeräte oder Schutzhüllen anzuschaffen. Den Rahmen bilde der Rahmenvertrag zwischen Stadt und Land, in dem die technischen Mindestanforderungen geregelt seien.

Nach Einschätzung der Schuldezernentin können mit der Fördersumme rund 550 Tablets angeschafft werden. Den Bedarf stellen die Schulen fest, die die Geräte auch an die Schüler verleihen. Schüler, die keine geeignete Endgeräte für digitalen Unterricht haben, sollen mit den neuen Geräten ausgestattet werden. Wosnitza betonte, dass die Geräte bis Ende des Jahres angeschafft sein müssen. „Das ist eine einmalige Aktion. Wenn ein Gerät kaputt geht, gibt es keine Neubeschaffung.“

Neben diesem Sofortprogramm zur Anschaffung von Endgeräten teilte die Beigeordnete mit, dass der Dachantrag „Digitalpakt“ zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur für alle 14 Schulen in Zweibrücker Trägerschaft von der Landesregierung bewilligt worden sei. „Mir war es wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler der Zweibrücker Schulen von Anfang an beim Digitalpakt dabei sind“, sagte Rauch. Die Stadt mit Schulverwaltungsamt, dem Digitalisierungsbeauftragten, dem Bauamt, der Kämmerei sowie in Kooperation mit den Schulen und dem Medienzentrum Südwestpfalz habe inmitten der Corona-Situation alle notwendigen Unterlagen ererstellt und zusammengetragen.

An allen Schulen sollen Lan- und W-Lan (fest und drahtlose Internet-Verbindungen) so ausgebaut werden, dass in den Klassenräumen, in der Aula oder auch auf dem Schulhof Unterricht mit Tablets möglich ist. Nach der „zügigen Bereitstellung“ der Gelder durch das Land Rheinland-Pfalz, um die Digitalisierung der Zweibrücker Schulen voranzubringen, könne die „zweite Phase“ beginnen. Dafür hat nun der Hauptausschuss grünes Licht gegeben. „Es ist unsere Pflicht, unsere Schülerinnen und Schüler fit zu machen für die Anforderung einer digitalisierten Arbeitswelt. Wir müssen ihnen vor Ort eine qualitativ hochwertige und zukunftsgerechte Ausbildung zu ermöglichen“, blickte die Beigeordnete Rauch über die aktuelle Situation hinaus.