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Grüne Wiese: Dieter Ernst gegen Möbelhaus an der A 8

Grüne Wiese : Dieter Ernst gegen Möbelhaus an der A 8

Händler: Industrieansiedlung auf der Truppacher Höhe wäre besser für Zweibrücken.

Dieter Ernst hat sich gegen den Bau eines großen Möbelhauses an der A 8 bei Zweibrücken ausgesprochen. „Die Truppacher Höhe sollte man nutzen für Industrieansiedlungen – aber keine Handelsansiedlungen, vor allem in einer Branche, die es in Zweibrücken schon gut gibt.“ Auch in Nachbarorten sei das Möbel-Angebot groß, sodass ein weiteres Möbelhaus weder eine Marktlücke füllen noch Wettbewerb schaffen würde. Ernst ist ein Träger des bundesweiten „Großen Preises des Mittelstands“, Mitglied im Zweibrücker Gemeinsamhandel-Vorstand und führt in der Rosenstadt zwei Edeka-Märkte, darunter den großen Markt im Hilgardcenter, anlässlich dessen zehnjährigen Bestehens der Merkur mit Ernst sprach.Das Hilgardcenter war nur unter Auflagen genehmigt worden, um dem Handel in der Fußgängerzone nicht zu schaden – so darf im Hilgardcenter beispielsweise keine hochwertige Mode verkauft werden, zudem gilt wie auch im Outlet-Center die „Zweibrücker Liste“, die außerhalb der City erlaubte und verbotene Warengruppen auflistet. Wobei prinzipiell verbotene Warengruppen als Randsortiment bis zu einer bestimmten Prozentzahl erlaubt sind. Während aus den Reihen des Stadtrats immer wieder Forderungen nach einer Liberalisierung oder zumindest Überarbeitung der „Zweibrücker Liste“ kommen, sieht Ernst als Ankermieter im Hilgardcenter die Sortimentsbeschränkungen gelassen: Er sei mit dem Status quo „vollauf zufrieden“, sagte Ernst, „das funktioniert auch“. Für ihn stelle sich beim Thema Sortimentslisten eine andere Frage: „Wer kontrolliert sowas?“ Er habe nicht den Eindruck, dass in Möbel- oder Baumärkten unserer Region auf die Einhaltung der Randsortiments-Grenzen geachtet werde.