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Entwicklungen im Zweibrücker Kino: „Die Zeiten haben sich sehr schnell geändert“

Entwicklungen im Zweibrücker Kino : „Die Zeiten haben sich sehr schnell geändert“

Frau Schwarz, Ihnen gehört das Cinema Europa. Wie sind Sie dazu gekommen, ein Kino zu eröffnen?

Annette Schwarz Ich bin  im elterlichen Kino-Betrieb in Ramstein aufgewachsen. Es gab das Central und das Gloria-Filmtheater zu einer Zeit, als es an der Kasse Rollenkarten und Vivil gab. Später, im Jahr 1978, wurde das Autokino eröffnet. Von dem Standort Ramstein aus, ist nicht nur Zweibrücken entstanden. Aus der Familie wurden auch Filmtheater in Landstuhl, Speyer sowie in Landau gegründet.

Wie wurde ihr Kino damals angenommen?

Schwarz Der Standort Zweibrücken wurde von uns selbst als sehr passend für ein Kino bewertet, dank einer sehr guten Verkehrsanbindung, einem großen  Einzugsgebiet, vielen Schulen und einer Fachhochschule. Wir sollten Recht behalten. Aus einem einst schlechten Kinostandort haben wir Zweibrücken sehr weit nach vorne gebracht, auch dank den Kinobesuchern, die unser Kino sehr gut angenommen haben.

Was ist ihre Erfahrung: Wie hat sich das Kino von früher zu heute verändert?

Schwarz Die Zeiten haben sich sehr schnell verändert. Begonnen haben wir mit 35-mm-Filmkopien, zeitweise haben wir mit nur einer Kopie über vier Häuser ‚Herr der Ringe’ gespielt.  2009 nahmen wir „Avatar“ zum Anlass, das erste Haus zu digitalisieren. Innerhalb eines halben Jahres haben wir alle vier Kinosäle komplett digital umgerüstet und 3D-fähig gemacht. Doch eines ist geblieben: Trotz aller Veränderung hat das Kino für Filmfans noch immer einen wichtigen Stellenwert.

Haben Sie selbst ein besonderes Kinoerlebnis, an das Sie sich in Verbindung mit einem bestimmten Film gerne erinnern?

Schwarz Absolut. Unvergessen wird für mich immer „Dirty Dancing“ bleiben. Damals auf der Autokino-Leinwand auf einer Größe von 560 Quadratmetern.