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Ausstellung in der Verwaltung: Die Welt in Dur und Moll

Ausstellung in der Verwaltung : Die Welt in Dur und Moll

In der Verbandsgemeinde-Verealtung ist derzeit die Ausstellung „Kontraste in der Begegnung“ zu sehen.

(fro) Iris Weiß und Liane Rößler, beides Dozentinnen der Jugendkunstschule Zweibrücken, stellen im Foyer des Verwaltungsgebäudes der Verbandgemeinde in der Landauer Straße ihre Arbeiten aus, Malerei und Keramik. Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker begrüßte die Gäste der Vernissage, er sieht den Künstler „auf der Suche nach der Wahrheit hinter den Dingen“. Allgemeiner und allgemeingültig drückte es der große Philosoph Konfuzius vor 2500 Jahren aus: „Kunst schafft eine Art von Freude, ohne die der Mensch nicht leben möchte.“  Iris Weiß, unter dem Eindruck eines tragischen Verlustes, schlägt leise Töne an, entdeckt Schönheit, Klarheit und Stille in der Welt der Arktis, ein blaufarbenes Schiff vor der eiskalten Kulisse  jahrtausendealten Eises, das in kaltem Blau erstarrt ist, diaphanes Aquarell, das Buntheit vermeidet, aber auf Dauer nicht ausschließt, denn das Schiff nimmt Fahrt auf. Daneben sind kleinformatige Werke aus heiterer Zeit zu sehen, Mischtechnik Aquarell und Acryl, die in ihrer Kompaktheit gefallen, nichts Figurales, in farblicher Harmonie, die Farbe Blau dominiert zuweilen. Ganz leicht und duftig ein hübscher Frauenkopf mit einem Blütenhut in zartem Rot.

Iris Weiß ist Dozentin an der Jugendkunstschule, an der VHS Zweibrücken und der IGS Thaleischweiler-Fröschen.

Liane Rößler hat an verschiedenen Kunstakademien studiert und an verschiedenen Gruppenausstellungen teilgenommen. „Mit Kindern arbeite ich besonders gern“, sagt sie, ihr Blick sei noch unverbraucht, ihre Vorstellungskraft und Phantasie seien einfach beeindruckend und anregend. Von ihren eigenen Werken trennt sie sich ungern. Das macht deutlich, mit welchem Engagement sie bei der Arbeit ist. Sie ist in Keramikarbeiten und in Malerei gleich nuanciert. Keramik-Eicheln in Schwarz, anatomisch genau und kopfgroß, stehen als ein Kraftzentrum, aus dem neues Leben entsteht. Wie die Künstlerin überhaupt der Natur sehr zugetan ist. Erdfarbe herrscht in ihren Bildern gern vor, verbunden mit saftigem Grün. Florale Elemente sind nur angedeutet, oft werden Farbflächen gegeneinander gesetzt auf der Suche nach Annäherung und Kompatibilität. Die Acrylbilder strahlen Ruhe aus, Dissonanzen, die auf einem großformatigen Bild vorherrschen, werden im Verlauf gezähmt und gleichsam aufgelöst. Die Sehnsucht nach Ausgeglichenheit herrscht vor. Eine interessante Ausstellung, die konfuzianische Freude anschlägt, da verweilt man gern.

Zu sehen in der Landauer Straße 18-20 zu den üblichen Öffnungszeiten, wochenends geschlossen.