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Die Lage am südwestpfälzischen Ausbildungsmarkt entspannt sich

Die Lage am südwestpfälzischen Ausbildungsmarkt entspannt sich

Pirmasens/Zweibrücken. "Die Schere zwischen den noch nicht vermittelten Bewerbern für eine Ausbildungsstelle und den offenen Stellen schließt sich", stellt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Pirmasenser Arbeitsagentur, Gabi Mayer, fest

Pirmasens/Zweibrücken. "Die Schere zwischen den noch nicht vermittelten Bewerbern für eine Ausbildungsstelle und den offenen Stellen schließt sich", stellt die Vorsitzende der Geschäftsführung der Pirmasenser Arbeitsagentur, Gabi Mayer, fest. 109 junge Menschen im Bezirk der Arbeitsagentur (Städte Zweibrücken und Pirmasens sowie Landkreis Südwestpfalz) waren zu Beginn des Ausbildungsjahres am 1. Oktober noch nicht vermittelt. Dieser Zahl stehen 72 offene Stellen gegenüber.Die Palette reicht vom Friseur über Einzelhandelskaufleute bis zu Köchen. Wobei der Koch auf der Liste der Wunschberufe nach oben geklettert ist.Gabi Mayer sieht noch Chancen, dass bis Ende des Jahres durch eine gezielte Beratung noch mehr vermittelt werden können. "Aber Bewerber und offene Stellen passen aus unterschiedlichen Gründen nicht immer zusammen." Im vergangenen Jahr standen 184 Bewerbern 50 offene Stellen gegenüber. Im Jahr 2006 waren es sogar 258 nicht vermittelte Bewerber. Die Vorsitzende der Agentur rechnet damit, dass sich der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt fortsetzt.Wichtig ist Gabi Mayer, dass so genannte Altbewerber, das sind Bewerber, die im vergangenen Jahr oder noch früher die Schule abgeschlossen haben, in eine Ausbildung vermittelt werden konnten. "Da haben qualifizierende Maßnahmen geholfen." Sie erwähnt auch den Ausbildungsbonus bis zu 6000 Euro für Arbeitnehmer, wenn sie zusätzlich Altbewerber ausbilden. Insgesamt haben sich im abgelaufenen Ausbildungsjahr 1912 Bewerber gemeldet. Davon 877, die im Frühjahr die Schule abgeschlossen haben. Das ist ein Rückgang von über 280 gegenüber dem Ausbildungsjahr 2006/2007. Gabi Mayer führt das zum einen auf weniger Schüler und zum anderen auf mehr selbstständige Suche nach einer Ausbildung zurück. Und auch dafür liefert sie eine Erklärung. "Wir haben die berufsorientierte Beratung in den Schulen weiter verstärkt." Das habe vielleicht auch dazu geführt, dass es im abgelaufenen Ausbildungsjahr einen Rückgang der Stellen um 25 auf 952 gab. "Bei Praktika haben manche Betriebe vielleicht ihren Bewerber gefunden und keine Stelle mehr gemeldet." Gleichwohl hätte sich Mayer mehr Meldungen für betriebliche Ausbildungsstellen gewünscht. Trotzdem würden immer mehr Arbeitgeber erkennen, dass es wichtig ist, den Facharbeiternachwuchs im eigenen Betrieb auszubilden. "Aber dafür müssen wir weiter bei den Arbeitgebern werben."