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Die Gebetsmühle am Laufen gehalten

Die Gebetsmühle am Laufen gehalten

Radwege und Baugebiete, das sind zwei Wünsche der Oberauerbacher Ortsbeiratsmitglieder für den kommenden Doppelhaushalt 2017/18 der Stadt Zweibrücken.

Ein Radweg in Richtung Winterbach, eine Anbindung ans Radwegenetz Battweiler/Reifenberg und ein Wanderweg in Richtung Niederauerbach, um den vorhandenen, von Radfahrern stark frequentierten, Radweg zwischen den beiden Stadtteilen zu entlasten: Dass diese Wünsche der Oberauerbacher Ortsbeiratsmitglieder als Projekte in den Zweibrücker Stadthaushalt aufgenommen zu werden, hat nach Einschätzung des Ortsbeiratsvorsitzenden Andreas Hüther bereits "gebetsmühlenartigen Charakter".

Die Gründe für diese Projektierung formulierte Hüther noch einmal in den allgemeinen Erläuterungen zu diesem Beratungspunkt und erinnerte zugleich an die gemeinsame Sitzung mit Vertretern des Landesbetriebs Mobilität aus Kaiserslautern und den benachbarten Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land und Thaleischweiler-Wallhalben in Winterbach. Im März dieses Jahres sei dabei eine konkrete Vorgehensweise vereinbart worden. Jetzt fordern die Ortsbeiratsmitglieder eine Umsetzung, wozu auch die Bereitstellung von Haushaltsmitteln im kommenden Etat nach ihrer Einschätzung zählen. Der Ortsvorsteher hatte auch daran erinnert, dass es gerade die Landesregierung gewesen sei, die im Rahmen der Flugplatzschließung das Stadt-Umland-Konzept ins Leben gerufen habe. Die Projekte "Radwege" seien förmlich für eine Umsetzung in diesem Konzept prädestiniert. Die Ortsbeiratsmitglieder folgten dieser Einschätzung und sind sich auch in den weiteren Projektwünschen für den kommenden Etat einig gewesen. Dieser sollte, so der Oberauerbacher Ortsbeirat in seiner Geschlossenheit, nicht länger das "Wachstum" des Ortsteils verhindern und mit neuen Baugebieten die passenden Impulse geben. Andreas Hüther merkte an, dass beispielsweise das Gelände nördlich der Gerhart-Hauptmann-Straße schon seit sieben Jahren in der Mache ist, der schon gefasste Aufstellungsbeschuss so lange zurückliege. Wenn bestimmte Erschließungsträger daran kein Interesse fänden, dann müssten eben andere ausgekundschaftet werden. Nach Einschätzung des Ortsvorstehers liegt das Gebiet im "Innenbereich", mit dem Argument "Zersiedlung" könnte deshalb das Vorhaben nicht länger untergraben werden. Ähnlich ist die Situation beim Bebauungsplan "Südlich der Battweilerstraße". Im vorderen Gebietsbereich sieht Hüther noch Raum für acht bis zehn Bauplätze. Um jungen Familien die Möglichkeit der Schaffung von Eigenheimen zu geben, sei das Ausweisen von Baugebieten weiterhin unerlässlich, so die Forderung des Ortsbeirates.

Das Wiederherstellen des von der Stadt zerstörten "Dollen-Henrich-Weges" ist gleichfalls weiterhin eine Forderung des Ortsbeirates, auch was die Kostenfinanzierung im Stadtetat angeht. Ortsvorsteher Hüther kam nicht umhin anzumerken, dass erst nach einem Jahr das Kulturamt auf ein Schreiben eine Reaktion zeigte und von der SPD-Fraktion wurde in der Sitzung nochmals darauf gedrängt, dass für die Wegewiederherstellung ein entsprechender Haushaltsansatz im städtischen Haushalt vorgenommen werden sollte.