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Dichter der chinesischen Tuschmalerei

Dichter der chinesischen Tuschmalerei

Ab 8. März werden im Stadtmuseum 62 Bilder des Malers Cao Yingyi ausgestellt. Mit seiner lyrischen Qualität gilt er als der Impressionist der chinesischen Tusch- und Aquarellmalerei. Im Mannlichhaus hat der Förderkreis noch Ausstellungen mit drei weiteren Künstlern geplant.

Freunde der bildenden Künste können sich freuen. Auf sie wartet in diesem Jahr im Stadtmuseum eine außergewöhnliche Ausstellung. In Kooperation mit der Stadt, dem Museum und der privaten China Forum-Galerie gelang es dem Förderkreis Parkgalerie, insgesamt 62 Werke des renommierten Malers Cao Yingyi zu bekommen, die vom 8. März bis zum 19. April präsentiert werden. "Wir haben Thomas Täuber, den Kurator für Deutschland und Europa der Kunstwerke von Professor Cao, im Jahr 2009 bei einer Geburtstagsfeier der bekannten Künstlerin Brigitta Zeumer in Köln kennengelernt", berichtet Egon Kirmse, wie es dem Förderkreis gelang, den Kontakt zu dem weltbekannten chinesischen Künstler herzustellen. Bei einem Wiedersehen mit dem Kurator in Zweibrücken sei das Ausstellungsobjekt nochmals angesprochen und der Zeitraum der Ausstellung festgelegt worden. "Mit der Ausstellung soll ein Beitrag zur Völkerverständigung geleistet werden", unterstreicht Kirmse, der seit 23 Jahren mit dem Förderkreis Werke von internationalen professionellen Künstlern organisiert.

Cao gelte als Impressionist der chinesischen Tusch- und Aquarellmalerei. Neben seinen herrlichen Landschaftsmalereien, deren lyrische Qualität dem Maler den Titel "Dichter der chinesischen Tuschmalerei" eingebracht habe, werden im Stadtmuseum auch Bilder aus der Dunhuang-Serie gezeigt, die innerhalb der chinesischen Kunstwelt eine Sonderstellung einnehmen würden und als außerordentliche Rarität angesehen werden dürften. Weitere Höhepunkte werden die Kalligraphien Caos sowie ein Bild vom Kölner Dom im chinesischen Malstil und ein großformatiges Krebsmotiv sein.

Eröffnet wird die Ausstellung "Klänge der Landschaft" am 8. März um elf Uhr im Herzogsaal. Die Laudatio hält Thomas Täuber. Caos Sohn Kai präsentiert einen Kurzfilm über seinen Vater. Für den musikalischen Rahmen sorgen die Musikschule Christin Chun sowie Elias Gießelmann und Marc-Christian Wagner.

Der Förderkreis wird in diesem Jahr noch drei weitere Ausstellungen präsentieren. Vom 17. Mai bis 7. Juni werden im Mannlichhaus Werke von Rene Carcan ausgestellt. Dieser habe die Farbradierungen populär gemacht und arbeite dabei mit vier Platten. Zur Matinee am 31. Mai werden Mitglieder der Autorengruppe Zweibrücken anhand von Gedichten Bilder in Sprache übersetzen. Vom 28. Juni bis 19. Juli können dann Bilder des pfälzischen Malers Xaver Mayer bewundert werden. In der letzten Ausstellung vom 11. Oktober bis 1. November werden Werke von Walter Brudi präsentiert.