Deutscher Alpenverein : DAV-Projekte gegen den Klimawandel

Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Alpenvereins Sektion Zweibrücken wurden nicht nur treue Mitglieder geehrt. Auch der Umweltschutz liegt dem Verein am Herz.

„Wir lieben die Berge lautet das Motto des Alpenvereins“, sagte Peter Weber, „Ich möchte es ergänzen durch den Satz: Wir verändern die Welt“. Mit diesem Hinweis auf das Engagement des Vereins eröffnete der Vorsitzende die Jahreshauptversammlung der Sektion Zweibrücken des Deutschen Alpenvereins (DAV). Der DAV sei der größte Naturschutzverband Deutschlands, meinte er, und sprach dann die Kinder und Jugendlichen an, die jeden Freitag auf den Klimawandel aufmerksam machen.

Vor dem Hintergrund, dass sich der Klimawandel in den Bergregionen der Alpen noch wesentlich heftiger auswirkt, wollen die Mitglieder auch in Zweibrücken versuchen, am Bewusstsein für diese Problematik zu arbeiten. Dabei möchten sie aber keine repressiven Regeln aufstellen, sondern zeigen, wie es auch anders gehen kann. Mit ihrem neuen Projekt „Blumenwiese“ rund um die Gustl Gross Hütte soll den Bienen etwas Gutes getan werden. „Den Besuchern der Hütte wird eine Quelle der Freude geboten und ein Impuls zur Bewusstseinsbildung in Sachen Klimawandel“, erklärte Paul Schmidt. Gleichzeitig könnte die Umwandlung von kurz geschorenem Gras in eine Blumenwiese ein Muster sein für weitere Grundstückbesitzer rund um den Exe und in der Stadt. Ein erster Termin für Interessenten aus den Reihen der Alpenvereinsmitglieder wurde auf Freitag, 22. März, um 14 Uhr festgelegt.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Gustl-Groß-Hütte selbst. Da es für die Mitglieder zu viel Aufwand bedeutet, kann die Hütte nicht mehr von Nichtmitgliedern für private Feiern genutzt werden. Außerdem werden wegen einer Auflage des pfälzischen Sportbundes die Mitgliedsbeiträge leicht steigen. Dafür unterstützt der pfälzische Sportbund den Verein finanziell, zum Beispiel bei den Kursen für Klettertrainer oder bei Ausbildungen für das Gehen in Eis und Schnee.

Wie bei vielen Vereinen in der Rosenstadt macht dem Alpenverein auch das steigende Alter seiner Mitglieder Sorgen. Jugendliche, die sich beim Verein engagieren, werden immer weniger. „Es gibt aber noch Leben im Verein“ ,sagte Paul Schmidt. Mit dem Thema Umweltschutz will man beim Verein neue Themenfelder eröffnen.

Im Sektionsprogramm werden jetzt auch Bergtouren angeboten, die nicht ganz so schwierig sind. „Wir machen keine 4000er mehr“, schmunzelte Paul Schmidt, „aber die Reisen, zum Beispiel ins Lavarella Gebirge, sprechen die Leute an. Wir haben jetzt schon Anmeldungen für unsere Hüttentour im Rätikon“.

Bei der Versammlung wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Auf ganze 60 Jahre Vereinszugehörigkeit kann Marlene Albrecht zurückblicken. Sie bekam vom Vorsitzenden neben der Urkunde und Präsenten einen großen Blumenstrauß überreicht.