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Der Stadt Zweibrücken den Stempel aufgedrückt

Der Stadt Zweibrücken den Stempel aufgedrückt

Der gebürtige Ixheimer Wolfgang Pirmann hat Zweibrücken geprägt wie wohl nur wenige. Als Chef der Gewobau drückte er der Rosenstadt von 1956 bis 1987 seinen Stempel auf. Heute wird er 90 Jahre alt.

Über drei Jahrzehnte hat Wolfgang Pirmann die Zweibrücker Gewobau geführt. In dieser Zeit wurden drei große Bauvorhaben in der Rosenstadt verwirklicht: Sechsmorgen, Südlich der Steinhauserstraße und Ernstweiler Tal. Am heutigen Mittwoch feiert der gebürtige Ixheimer Pirmann, der die Stadt so nachhaltig mitprägte, seinen 90. Geburtstag.

Der Jubilar hat nach seiner Heimkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft an der Karlsruher Technischen Universität Architektur studiert. "Bereits mein Vater war Architekt", sagt Pirmann im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Vater habe unter anderem für das "Sinne-Eck" und die Kreissparkasse verantwortlich gezeichnet, nennt er zwei wichtige Beispiele.

Nach einer kurzen Zeit in einem Essener Architekturbüro kam Sohn Wolfgang Pirmann 1953 zur drei Jahre zuvor gegründeten Gewobau. "Die Stadt war damals ausgebombt", erinnert er sich an den desaströsen Zustand der Rosenstadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Wiederaufbau Zweibrückens sei das ganz große Projekt seines beruflichen Schaffens gewesen. "Mit dem Schlossplatz haben wir angefangen. Der wurde als erstes wiederrichtet", erinnert sich das Geburtstagskind.

1956 wurde dem 31-jährigen Wolfgang Pirmann die Geschäftsführung der Gewobau übertragen. Bis 1987 hielt er diesen Chefposten inne. Die Stadt Zweibrücken hat den Jubilar bereits mit der bronzenen und silbernen Ehrenplakette für seine Verdienste gewürdigt.

Seinen 90. Geburtstag feiert Pirmann heute bei guter Gesundheit. "Meinem Alter entsprechend geht es mir noch immer ganz gut", sagt der Jubilar. "Ich kann mich noch auf den Beinen halten", meint er schmunzelnd.

Pirmann ist privat nach wie vor Mitglied bei dem Verein "Schlaraffia an den Zwo Pruggen" - ein umtriebiger Verein, bei dem Humor und ein geselliges Beisammensein im Vordergrund stehen.

Zu seinem heutigen Ehrentag gratulieren auch die Ehefrau, die beiden Töchter mit Gatten sowie fünf Enkel und zwei Urenkel. "Ich erwarte auch den Besuch des einen oder anderen Freundes und Nachbarn", freut sich Pirmann schon auf anregende Gespräche.