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Der Song meines Lebens mit Porty Porner

Serie Der Song meines Lebens : Zum ersten Mal live

Manchmal ist ein Lied mehr als nur ein Lied. Man hört es, und es lässt einen nicht wieder los. Weil es uns musikalisch einen neuen Horizont eröffnet, eine bestimmte Saite in uns zum Schwingen bringt oder weil wir es mit unvergesslichen Erlebnissen verbinden. Über solche Songs erzählen prominente und weniger prominente Bürger in unserer neuen Serie. Heute: Porty Portner.

Porty Portner ist einer der bekanntesten Rocksänger unserer Region. Jahrzehntelanges Mitwirken bei Sin City, in den letzten Jahren auch bei The Handsome Dogs, machten ihn zur Nummer Eins der hiesigen Hardrock-Sänger. Klar, dass es jemandem, der sich so viel mit Musik beschäftigt, nicht ganz leicht fällt, den einen „Songs des Lebens“ auszusuchen. Aber nach einem kurzen Überlegung fällt Portner doch ein Lied ein, das zumindest eine große Bedeutung für ihn hat. Überraschung: Es ist kein AC/DC-Song.

„Das denkt bei mir wahrscheinlich jeder.“ Stimmt, hat Portner doch jahrelang AC/DC gecovert bei Sin City. Nein, es handelt sich um die Hardrock-Hymne „Can’t get enough“ von der Band Bad Company. Warum gerade dieser eine besondere Bedeutung für Portner hat, kam so: „Das war der erste Song, den ich jemals live gesungen habe.“ Wie so viele Sänger kommt auch Portner ursprünglich vom Schlagzeug, das hat er neben Udo Lindenberg und Phil Collins auch mit AC/DC-Sänger Bon Scott gemeinsam. „Meine erste Band hieß Jennifer Eccles, da spielte ich Schlagzeug und habe Backgroundgesang beigesteuert. Wie bei Bon Scott haben alle anderen Bandmitglieder gehört, dass der Schlagzeuger beim Backgroundgesang besser gesungen hat als der eigentliche Sänger.“

Seine ersten Auftritte hatte Portner im Alter von 13, also 1977. „Da sind in der Stadt noch Kutschen gefahren mit Pferden vornedran.“ Tja, und da durfte sich Portner schon an diesem Bad Company-Song versuchen. Immerhin war und ist bis heute niemand Geringeres als Paul Rodgers der Sänger dieser Band – einer der besten Rocksänger der Welt.

Nach diesem Auftritt legte Portner die Stöcke beiseite und wechselte ans Mikrofon, Jennifer Eccles benannte sich dann um in Fantasy. „Ich hab dann auch gemerkt, dass mir das Singen mehr Spaß gemacht hat als das Schlagzeugspielen.“ Wer weiß, ob das ohne Bad Company jemals so gekommen wäre.

Wollen auch Sie vom Song Ihres Lebens erzählen? Dann schreiben Sie an merkur@pm-zw.de.