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Der Entsorgungsbetrieb hat kein Salz mehr

Der Entsorgungsbetrieb hat kein Salz mehr

Zweibrücken. "Das Salz ist all", teilte der Vorstandsvorsitzende des Entsorgungsbetriebs Zweibrücken (EBZ), Werner Boßlet, gestern Morgen mit. Am Sonntag wurde das letzte Salz gestreut. Dabei hat der EBZ im Sommer Salz bestellt. "Doch die Großhändler können uns nicht beliefern." Frühestens am Donnerstag erwartet Werner Boßlet die nächste Ladung Salz

Zweibrücken. "Das Salz ist all", teilte der Vorstandsvorsitzende des Entsorgungsbetriebs Zweibrücken (EBZ), Werner Boßlet, gestern Morgen mit. Am Sonntag wurde das letzte Salz gestreut. Dabei hat der EBZ im Sommer Salz bestellt. "Doch die Großhändler können uns nicht beliefern." Frühestens am Donnerstag erwartet Werner Boßlet die nächste Ladung Salz. An eine solche Situation in Zweibrücken kann sich der EBZ-Vorstand nicht erinnern.Bis wieder Salz da ist, werden die Straßen weiter vom Schnee geräumt und an den Steigungsstrecken wird Splitt gestreut. "Wenn die starken Schneefälle anhalten, kann es zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen", bittet der EBZ-Chef um Verständnis. Derweil sind die Mitarbeiter des Betriebs mit vier großen und drei kleinen Fahrzeugen unterwegs. Dazu kommen noch die Handkolonnen, die Gehwege und Fußgängerüberwege vom Schnee räumen. Der EBZ leert wie geplant die Mülleimer. Auch wenn es wegen der schwierigen Situation für die Müllwerker zu Verzögerungen kommt. "Die müssen die Tonnen durch den Schnee ziehen."

Die Verkehrsgesellschaft Zweibrücken fuhr wie schon am Freitag nur auf ebenem Gelände. Steigungsstrecken wie am Fasanerie- und Kreuzberg wurden nicht befahren (wir berichteten). "Da geht die Sicherheit vor", wiederholte der Betriebsleiter Marco Müller. Die Saar-Pfalz-Bus GmbH stellte um elf Uhr den Betrieb komplett ein, sagte Roger Weingart vom Linienmanagement Südwestpfalz. "Am Dienstag beginnen wir ganz normal und dann schauen wir, wie es geht."

Bevor der große Schneefall einsetzte, waren die Schüler schon in den Schulen. So meldeten die Schulleiter des Hofenfels-Gymnasiums, Werner Schuff, des Helmholtz-Gymnasiums, Hans Peter Philipp, und der IGS Contwig, Thomas Höchst, einen normalen Schulbesuch. Allerdings fiel im Hofenfels-Gymnasium und in der Contwiger Goetheschule der Nachmittagsunterricht aus. Davon war in Contwig auch das Ganztagsangebot betroffen. Werner Schuff erklärte, dass die Schule nicht generell freigeben könne. "Wenn die Eltern der Meinung sind, dass der Schulweg nicht sicher ist, können sie ihr Kind zu Hause lassen."

Die Autofahrer in Zweibrücken haben sich nach Aussage von Klaus von Rohden von der Zweibrücker Polizei "dem Wetter angepasst verhalten". Bis gestern am späten Nachmittag gab es lediglich vier leichte Unfälle im Stadtgebiet. "Angesichts der Witterung ist das relativ wenig." Probleme bereiteten wieder querstehende Lkws auf den Steigungsstrecken wie der Mörsbacher Straße und der L 700 aus Richtung Hornbach. Aber die Straßen seien schnell wieder befahrbar gewesen. > Seite 16: Weiterer Bericht"Die Großhändler können uns nicht beliefern."

Werner Boßlet, EBZ-Geschäftsführer