Der Abend der Sieger

Der Friseursalon Hairlich hat beim ersten „Zweebrigger Pegasus“-Wettbewerb den ersten Platz erreicht. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Thalia und die Metzgerei Burgard. Ermittelt wurden die Sieger durch die Stimmen der Kunden.

Das Bild des Abends ist pure Unordnung. Auf den ersten Blick. Tausende Papierkärtchen, verstreut über den Parkettboden der Fasanerie. Auf den zweiten Blick ist klar: Das hier ist keine Unordnung. Allerhöchstens kreatives Chaos. Denn es sind die Abstimmungskarten derjenigen Kunden, die im Rahmen des Wettbewerbs "Zweebrigger Pegasus" für ihr Lieblings-Unternehmen abgestimmt hatten. Ausgekippt hatte sie Merkur-Verlagsleiter Serkan Karabulut, um die Resonanz auf den Preis für Handel, Gastronomie, Handwerk und Dienstleistung in Zweibrücken augenfällig zu machen, den der Pfälzische Merkur und Die Woch mit Unterstützung der VR-Bank Südwestpfalz e. G. ins Leben gerufen hatten. "Damit haben wir nicht gerechnet", sagte Karabulut am Freitag bei der Preisverleihung überwältigt.

Und dabei zeigten die Karten nicht einmal das gesamte Bild, ergänzte Die Woch-Anzeigenleiter Günter Österreicher, der die Veranstaltung mit Karabulut moderierte: Etliche weitere Kunden hätten übers Internet mitgemacht. Allein aus diesem Grund, meinte Paul Heim, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Südwestpfalz, seien alle teilnehmenden 27 Unternehmen Sieger. "Weil die Kunden für Sie abgestimmt haben."

Staatssekretärin Daniela Schmitt aus dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium lobte die "ganz tolle Aktion". Der Wettbewerb sei eine Chance, sich zu positionieren gegenüber den Verkaufsplattformen im Internet. Eine Möglichkeit, daran zu erinnern, dass das leibhaftige Einkaufserlebnis in der Stadt eine ganz andere, bessere, Erfahrung sei als online etwas zu bestellen und an der Haustür das Paket in Empfang zu nehmen.

Oberbürgermeister Kurt Pirmann erinnerte daran, dass die Preisverleihung eigentlich nicht der Abschluss der Aktion sein dürfe. "Es gibt viele Einsendungen", sagte er. "Aber man muss auch lernen daraus." Gelernt habe man bereits, dass es Handel und Stadt doch gelingen kann, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. "Das haben wir lange Zeit nicht hingebracht", sagte der Oberbürgermeister. Pirmann erinnerte allerdings auch an außerhalb der städtischen Verantwortung liegende Faktoren, die den Bewegungsspielraum von Zweibrücken einschränken: steigende finanzielle Lasten ohne adäquaten Ausgleich etwa oder die Schließung des Evangelischen Krankenhauses. Damit sei "ein Magnet weggefallen", der Menschen in die Stadt gebracht habe.

Der Pegasus immerhin könne helfen, den Magnetismus der Geschäfte und Betriebe in Zweibrücken weiter zu steigern. Dadurch, dass er den Austausch zwischen ihnen und ihren Kunden verbessert. Nicht nur in diesem Jahr. Denn um den Zweebrigger Pegasus, das war am Freitagabend schon klar, werden die Händler auch nächstes Jahr wetteifern.

Zum Thema:

Die Gewinner des ZWEEBRIGGER PEGASUS 1. Platz Hairlich Der Friseurladen 2. Platz Thalia Bücher 3. Platz Metzgerei Burgard Unter den teilnehmenden Kunden wurden drei 100-Euro-Einkaufsgutscheine verlost. Diese gingen an Christa Groß, Sarah Euler und Susanne Grundel.