1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Deponie belastet Luft laut Gutachten nicht

Deponie belastet Luft laut Gutachten nicht

„Jetzt haben wir das Ergebnis, dass die durchschnittliche Hintergrundbelastung um die Deponie nicht hoch ist“, kommentierte Dirk Schneider (SPD) das Ergebnis der Studie, die im Bauausschuss vorgestellt wurde.

"Ein Einfluss des Deponiebetriebs mit Schwebstaub ist nicht zu erkennen", erklärte Axel Rühling von der Firma Müller-BBM aus Karlsruhe in der Sitzung de Zweibrücker Bauausschusses. Nach der Diskussion um die Deponieerweiterung hat der Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ) eine mögliche Belastung auch messtechnisch untersuchen zu lassen in Auftrag gegeben. Zwischen April 2015 und März 2016 wurde an sechs Stellen um die Deponie und am Mörsbacher Kindergarten gemessen (wir berichteten).

"Jetzt haben wir das Ergebnis, dass die durchschnittliche Hintergrundbelastung um die Deponie nicht hoch ist", kommentierte Dirk Schneider (SPD ) im Bau- und Umweltausschuss das Ergebnis. Wolfgang Beer (Grüne) wollte wissen, ob die Untersuchung Aussagen über kurzzeitige Ereignisse an einem bestimmten Tag machen könne. Rühling erläuterte, dass es sich um Tagesmittelwert handele. Bei einer stündlichen Bewertung sei die Zuordnung schwer. Allerdings könne er den Tagesmittelwert eines bestimmten Tages mitteilen.

Am Kindergarten wurden Schwebstäube mit einer Partikelgröße (PM) bis 2,5 Mikrometer und 10 Mikrometer untersucht. Dabei sei bei PM 10 mit 13 Mikrogramm pro Kubikmeter nur unwesentlich mehr gemessen worden wie das Landesumweltamt im Pfälzerwald als Hintergrundbelastung ermittelt habe (zehn Mikrogramm). Der Grenzwert liege bei 40 Mikrogramm. Auch bei PM 2,5 seien neun Mikrogramm gemessen worden. Das Landesamt hat sieben im Pfälzerwald gemessen. Grenzwert 25 Mikrogramm.

Auch die Messwerte rund um die Deponie seien sehr niedrig, stellte Rühling fest. Sie bewegten sich üblichen Rahmen der ländlichen Hintergrundbelastung. Aller Grenzwerte seien deutlich unterschritten worden.