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Demografie-Studie mit Zweibrücken und Homburg in Planung

Demografie-Studie mit Zweibrücken und Homburg in Planung

Wie können Zweibrücken und Homburg den demografischen Wandel stemmen? Dieser Frage möchte das Institut für Technologie und Arbeit (ITA) der Technischen Universität Kaiserslautern nachgehen und bereitet den Antrag für ein Projekt des Bundesarbeitsministeriums vor.

Die Nachbarstädte Zweibrücken und Homburg könnten im Rahmen des Programms "Kommunen innovativ" des Bundesarbeitsministeriums zu Pilotkommunen werden. In dem Forschungsprojekt soll geklärt werden, wie man Kommunen so stärken kann, dass sie die Auswirkungen des demografischen Wandels besser meistern können. Unternehmen, Vereine, Kirchen und natürlich die Bürger sollen angesprochen werden. Das erklärte Frank Eierdanz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Technologie und Arbeit (ITA) der Technischen Universität Kaiserslautern gestern auf Merkur-Anfrage. Eierdanz: "Homburg und Zweibrücken , damit wären wir sehr zufrieden. Uns wurde von beiden Städten auch schon Bereitschaft signalisiert."

Sicher sei die Teilnahme beider aber noch nicht. Zweibrückens Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD ) hatte am Mittwoch im Stadtrat erwähnt, dass er unmittelbar vor der Sitzung von der Entwicklungsagentur (EA) Rheinland-Pfalz angerufen und über den Plan informiert worden sei. Das bestätigte gestern auch EA-Chef Rainer Zeimentz auf Anfrage. Die EA ist Projektpartner auf rheinland-pfälzischer Seite, das Institut Isoplan auf saarländischer. Eierdanz: "Wir stellen gerade ein Forschungskonsortium auf, das gemeinsam den Antrag formuliert." Mitte Februar sei Bewerbungsschluss, Projektstart könnte nach Eierdanz' Einschätzung "frühestens im Herbst 2015" sein.

Sollten Homburg und Zweibrücken die Pilotkommunen werden, könnte jeweils Fördergeld für die halbe Stelle eines Demografiebeauftragten oder Netzwerkmanagers in beide Städte fließen, schätzt Eierdanz. Der Bund würde ansonsten die Forschungskosten der Uni-Mitarbeiter übernehmen. "Es liegt bei uns zu beantragen, was wir brauchen. Aber die Mittel werden gedeckelt sein", erklärt Eierdanz, ohne konkrete Zahlen zu nennen.