„Das Rennen ist noch offen“

Auch wenn Stéphane Moulin noch nicht offizieller Kandidat der Zweibrücker SPD für den Landtag ist: Seine Parteifreunde bescheinigen ihm jetzt schon die Eignung für dieses Amt. Die CDU lässt sich mit der Kandidatenkür Zeit.

Stéphane Moulin hat den Hut in den Ring geworfen und sich als Landtagskandidat beworben. Damit ist das Rennen in der SPD um die Direktkandidatur für die Landtagswahl 2016 eröffnet. "Ich halte Stéphane Moulin für geeignet, das Amt in Mainz auszufüllen", sagt der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, Kurt Pirmann. "Aber das Rennen ist noch offen." Denn noch könne sich jeder als Kandidat vorschlagen oder durch einen Ortsverein vorschlagen lassen. Als Stadtverbandsvorsitzender könne und werde er der Partei nicht vorschreiben, wen sie aufstellt. Der in der Vergangenheit ins Gespräch gebrachte stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands, Thilo Huble, hält es für "entbehrlich, dass von ihm eine Bewerbung abgegeben wird". Der Vorstand des stärksten Ortsvereins habe Moulin vorgeschlagen. "Die Entscheidung liegt bei den Parteigremien." Moulin habe ihm vor einigen Tagen gesagt, dass er bereit sei zu kandidieren, sagt Pirmann. Für ihn spreche die lange Erfahrung in der Kommunalpolitik.

"Stéphane Moulin hat die Qualität, um in Mainz tätig zu werden", meint der derzeitige SPD-Wahlkreisabgeordnete Fritz Presl. Als hochrangiger kaufmännischer Mitarbeiter eines Chemieunternehmens bringe Moulin sicher Wirtschaftskompetenz ein. In Mainz sei es wichtig, dass jeder Abgeordnete seine eigenen Fähigkeiten einbringt, so Presl. Der SPD-Politiker wurde drei Mal direkt in den Landtag gewählt. Aber auch er erinnert daran, dass die Gremien über den Kandidaten entscheiden. Dazu gehören auch die Gremien in den Gemeindeverbänden Zweibrücken-Land und Wallhalben. Dort werde er sich in den nächsten Wochen vorstellen, hat Moulin bereits angekündigt. Nach Aussage des Vorsitzenden des Gemeindeverbands Zweibrücken-Land, Norbert Kiefer, ist im Gemeindeverband noch nicht darüber beraten worden. "Wir werden auch schauen, ob es aus unseren Reihen einen Kandidaten gibt." Gleichwohl hält Kiefer Moulin "auf jeden Fall für einen denkbaren Kandidaten".

Der Kreisvorsitzende der CDU , Christoph Gensch, hält sich noch sehr zurück. "Bei uns ist über die Kandidatur noch nicht beraten worden." Folglich gebe es auch noch keine Entscheidung. Zudem müsse das Thema mit den Gemeindeverbänden besprochen werden. "Vorher gibt es nichts bekannt zu geben." Als Kreis- und Stadtrats-Fraktionschef hat Gensch sicher das erste Zugriffsrecht bei der Besetzung einer Position. Ob er das wahrnehmen wird, ließ er offen. Bei der Landtagswahl 2011 war die Klein steinhauser Bürgermeisterin Martina Wagner Ersatzkandidatin. Und Stadträtin Christina Rauch ist Mitglied des Bezirkstags.