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Daniel Kallauch in der Zweibrücker Karlskirche

Kinder-Programm mit Daniel Kallauch : Tanz und Freude in der Karlskirche

Der Musiker und Komiker Daniel Kallauch hat mit seinem Programm „Ganz schön stark“ rund 200 Eltern, Großeltern und Kinder jeden Alters in die Zweibrücker Kirche gelockt.

Die Familienpfarrerin im Dekanat Zweibrücken hatte es gehofft, jedoch nicht sicher erwarten können: Das Familien-Musical mit Kinderstar Daniel Kallauch in der Karlskirche war ein voller Erfolg. Fast 200 Eltern, Großeltern und Kinder jeden Alters, darunter auffallend viele Väter, ließen sich von dem kindgerechten Entertainer auf der Bühne sofort mitreißen.

„Hier bist Du richtig, Du bist wichtig“, bestätigte er in seinem Erkennungszeichen „blaues T-Shirt und rote Brille“ singend. „JA!“ schrie es zumindest aus den Kinderkehlen und die Arme streckten sich siegesgewiss senkrecht in die Höhe, so, wie Daniel Kallauch es vorgemacht hatte. Gleich zweimal, als Klammer um sein gesamtes, gut 75-minütiges, Mut- und Starkmach-Programm, sangen er und Pianist Wolfgang „Wolle“ Zerbin das Titellied „Ganz schön stark!“.

Was heißt eigentlich „stark sein“? Brauch man dazu Muskelkraft, muss man ein Musikstar sein und auf keinen Fall ein „Muttersöhnchen“? Nein. Nach einem Streit seinen Freund bitten „Verzeih mir!“, üben, üben, üben, bis man sein Ziel erreicht oder, wenn etwas Schlimmes passiert, seiner Familie vertrauen – das ist „ganz schön stark“.

Fast alle seine Lieder hat der Sänger mit Bewegungen untermalt, sodass die jungen Zuschauer nicht stillsitzen mussten. Sie durften dabei auch herumlaufen oder tanzen, ohne, dass sich jemand daran störte.

Im Wechsel mit Daniel Kallauch gehörte die Hauptaufmerksamkeit seinem frechen Spaßvogel Willibald. Unter „Hochspannung!“ öffnete der Entertainer dessen roten Koffer und ließ ihn seine Späße treiben. „Schön, dass ich dich so lange nicht gesehen habe!“ begrüßte er seinen Menschen.

Trotz aller Hoffnung auf die Hauptrolle im Biene-Maja-Musical abgelehnt, lernt der gar nicht mehr so witzige Spaßvogel, mit Enttäuschungen umzugehen, Freund Daniel zu vertrauen und eine tolle Lösung für den Auftritt als Nebenfigur zu finden. Er erfuhr singend, dass er sich etwas zutrauen darf: „Du bist gut so, wie Du bist!“ Das Lied „Komm, wir wollen Freunde sein“, stärkte das soziale Miteinander.

Respekt- und liebevoll inszenierte Daniel Kallauch auch die Väter. Sie hatten sich auf eine Frage völlig unbedarft gemeldet und ließen sich dann auf ihren Show-Auftritt ein. Alle hatten gleich mehrere Kinder und spielten engagiert mit: Als „Supermänner“ im entsprechenden Kostüm genossen sie gestikulierend sichtlich ihren Auftritt zu dem gleichnamigen Lied.

Gesungene Wertschätzung erhielten auch die Mütter: „Toll ist, dass es Mama gibt, die Dich ganz doll liebt. Mama, Du bist mein Glück!“ Schließlich erfuhren die Kinder: „Gott glaubt an mich!“ In ihm habe ich einen unsichtbaren Freund, besonders, wenn ich mich einsam und verlassen fühle.

Der Zweibrücker Dominik Kehl bewachte den zweijährigen Thilo, der an der Treppe zur Karlskirche übte, während seine beiden anderen Söhne Bastian (8) und Johannes (5) sichtlich Spaß an der Familien-Show hatten. Er fand das Angebot und auch die Lieder toll. „Meine Frau und ich bemühen uns, unsere Kinder in diese Richtung zu stärken“, fühlt sich der Familienvater bestätigt.