Betroffener wohnt außerhalb und war seit Ansteckung nicht in der Stadt : Weiter kein Coronavirus in Zweibrücken, aber ein Fall bei 1&1

 In den Städten Pirmasens, Zweibrücken und im Landkreis Südwestpfalz sind nach wie vor keine Covid19-Infektionen nachgewiesen. Das teilte am Freitagmittag das für die gesamte Region zuständige Kreisgesundheitsamt Südwestpfalz mit.

Doch am Abend machten dann Gerüchte die Runde, das Coronavirus habe Zweibrücken erreicht. Das stimmt so nicht, ergaben Merkur-Recherchen. Richtig ist: Ein Mitarbeiter des Callcenters der „1&1 Telecom Service Zweibrücken GmbH“ ist positiv auf Covid-19 getestet worden, wie die 1&1-Pressestelle bestätigte: „Der Betroffene hat sich während seines Urlaubs in Österreich über den Kontakt zu einer infizierten Person mit dem Coronavirus angesteckt. Der Mitarbeiter ist im Anschluss an seinen Urlaub nicht zurück ins Büro gekehrt und hatte keinerlei persönlichen Kontakt zu Kollegen. Aktuell befindet er sich in häuslicher Quarantäne.“

Sowohl dem Landkreis Südwestpfalz als auch der Stadt Zweibrücken war der Fall, über den 1&1 seine Mitarbeiter am Standort Zweibrücken bereits Donnerstagmittag per Rundmail informiert hatte, überhaupt nicht bekannt, bestätigte am Abend Bürgermeister Christian Gauf (CDU). Denn das Kreisgesundheitsamt werde nur über Fälle informiert, wenn jemand in seinem Zuständigkeitsbereich positiv auf das Virus getestet wird beziehungsweise dort lebt. Damit sei klar: Der Betroffene lebe weder in Zweibrücken, Pirmasens noch der Südwespfalz, erläuterte Gauf. Damit gibt es weiter kein erkanntes Coronavirus in Zweibrücken.

In der 1&1-Rundmail wurden nach Merkur-Informationen Name und Wohnort des Infizierten nicht genannt. Es wird aber betont, dass er nach der Ansteckung weder im Büro noch privat bei Kollegen war – und damit keinerlei Ansteckungsrisiko für die übrigen 1&1-Mitarbeiter bestehe. Dem Infizierten gehe es gut, er habe keine Krankheitssymptome und er arbeite derzeit von zuhause aus (Homeoffice).