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Coronavirus-Risikostufe in Zweibrücken, Pirmasens und Südwestpfalz

30 Corona neue Fälle am Wochenende in Region Südwestpfalz, davon 3 in Zweibrücken : Orangene Insel: Zweibrücken hat derzeit niedrigste Corona-Risikostufe in ganz Süddeutschland

Gesundheitsamt meldet drei neue Fälle am Wochenende in der Rosenstadt, insgesamt 30 in der Region Südwestpfalz.

Vom Samstag bis Sonntagmittag haben sich im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Südwestpfalz (der Landkreis sowie die Städte Zweibrücken und Pirmasens) 30 weitere COVID-19-Fälle bestätigt. Davon lagen dem Gesundheitsamt am Samstag 19 und am Sonntag 11 Testergebnisse vor.

Insgesamt wurden in der Region damit seit Ausbruch der Pandemie 684 Personen positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet. Die 684 bestätigten Fälle verteilen sich auf Pirmasens (129/4 neu), Zweibrücken (152/3) sowie die Verbandsgemeinden Dahner Felsenland (99/7), Hauenstein (61/1), Pirmasens-Land (41/2), Rodalben (24/2), Thaleischweiler-Wallhalben (69/2) und Zweibrücken-Land (65/5). Ein Fall außerhalb des Zuständigkeitsbereiches wird in der kumulierten Fallzahl mitgeführt.

Das Landesuntersuchungsamt stufte den Landkreis Südwestpfalz am Sonntagvormittag mit einer Inzidenz (Corona-Neuinfektionen pro rechnerisch 100 000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) von 94,9 in der Risikostufe rot ein. Die Städte Pirmasens (67,1) in rot und Zweibrücken (35,1) in der Gefahrenstufe orange. In diesen Werten konnten die Sonntagszahlen aus der Region Südwestpfalz allerdings noch nicht berücksichtigt werden.

Mit 35,1 hat Zweibrücken in ganz Süddeutschland (ungefähr ab dem Breitengrad von Bonn) aktuell die niedrigste Risiko-Einstufung. Bereits seit einigen Tagen steht Zweibrücken auf der Landkarte des Robert-Koch-Instituts so gut da – wobei angesichts der Warnstufe orange von „Entspannung“ auch hier keine Rede sein kann.

Im südwestpfälzischen Lemberg ist die Kita mit dem Ende der Quarantäne-Zeiten seit Freitag wieder uneingeschränkt geöffnet. Für die getesteten Schüler des Pirmasenser Leibniz-Gymnasiums liegen noch nicht alle Ergebnisse vor. Die in diesem Zusammenhang getesteten Lehrer erhielten bereits alle ihr Nichtinfektions-Testergebnis bestätigt. Eine Lehrkraft, die nicht in Kontakt zu den betroffenen Schülern stand und letztmals am 27.10. an der Schule war, wurde am Samstag dagegen als infiziert bestätigt. Der Schulbetrieb kann aufgrund der Abstandsregelungen und des Zeitpunkts letztmöglicher Kontakte ohne weitere Maßnahmen fortgesetzt werden.

Zwölf der 30 neuen Fälle dieses Wochenende waren als Kontaktperson ersten Grades bereits in häuslicher Quarantäne. Davon lebt eine in Zweibrücken, eine in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben und eine in Zweibrücken-Land, Letztere wurde stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Für die weiteren Fälle waren zum Zeitpunkt der Meldung die Infektionsquellen noch nicht ermittelt.

Am Sonntagmittag waren in der Region (einschließlich der 30 Neuinfektionen) 202 Corona-Fälle aktiv, darunter 28 in Zweibrücken (3 mehr als am Freitag), 18 in Thaleischweiler-Wallhalben (+2) und 29 in Zweibrücken-Land (+5).

Auf der Seite des Robert Koch-Instituts lassen sich unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management.html Fragen zur Definition des Kontaktgrades und den daraus abgeleiteten Maßnahmen bei der Kontaktpersonennachverfolgung jederzeit nachlesen.

Was tun bei Corona-Verdacht? Das Gesundheitsamt Südwestpfalz empfiehlt Personen mit Symptomen, sich umgehend telefonisch bei ihrem Hausarzt, bei der Hotline (0 63 31) 809 750 (Montag bis Freitag 9 bis 15 sowie Samstag und Sonntag 10 bis 14 Uhr) oder der landesweiten Rheinland-Pfalz-Hotline (0800) 99 00 400 zu melden.