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Corona-Zahlen für Zweibrücken und Südwestpfalz

Corona-Lage in der Südwestpfalz : Inzidenzen und Fallzahlen niedriger als im Dezember

Die aktuelle Wochenzusammenfassung des Landesuntersuchungsamtes zur Corona-Lage sieht für die Region tendenziell positiv aus.

Jeden Donnerstag gibt das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) in Koblenz eine Wochenzusammenfassung zur Pandemie im Land und in unserer Region heraus. Dabei geht es nicht nur um die reinen Fallzahlen, sondern auch um Fragen der Impfdurchbrüche, der Todesursachen (wer ist an, wer mit Corona-Infektion gestorben?) und der Krankenhaus-Einweisungen. Der Pfälzische Merkur hat die Daten besonders im Hinblick auf Zweibrücken und die Region Südwestpfalz abgeklopft. Die hier dokumentierten Ergebnisse decken dabei verschiedene Zeiträume ab, von 7 Tagen bis zu 21 Monaten (Pandemiebeginn). Die Zahlen der LUA-Wochenzusammenfassung sind auf dem Stand vom 12. Januar.

Zahlenreihen seit Pandemiebeginn

-In Zweibrücken sind seit Pandemiebeginn 10 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion gestorben, 8 davon an, 2 mit Corona, also 20 Prozent. Seit unserer letzten Analyse Mitte Dezember war ein weiterer Todesfall zu verzeichnen.

-Im Landkreis Südwestpfalz sind seit Pandemiebeginn 105 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion gestorben, 64 davon an, 41 mit Corona (circa 39 Prozent). Das Verhältnis zwischen diesen Zahlen hat sich seit unserer letzten Analyse kaum verändert.

-In Pirmasens sind seit Pandemiebeginn 71 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion gestorben, 52 davon an, 19 mit Corona (26,7 Prozent). Auch dieser Wert hat sich praktisch nicht verändert.

-seit Pandemiebeginn wurden in Zweibrücken 126 Personen mit positivem PCR-Test im Krankenhaus registriert (Steigerung um 26 seit Mitte Dezember), von denen waren 71 (56,3 Prozent, eine Steigerung um 5 Prozentpunkte seit Mitte Dezember) wegen der Infektion in der Klinik; im Landkreis waren es 417/202 (48,4 Prozent wegen Corona im Krankenhaus), in Pirmasens 250/127 (50,8 Prozent wegen Corona im Krankenhaus).

-In der kompletten Südwestpfalz gab es seit Beginn der Pandemie keine Todesfälle von unter 20-Jährigen. In Rheinland-Pfalz ist laut LUA nur ein Fall in Germersheim bekannt

-Auffällig ist weiterhin, dass ZW den landesweit höchsten Anteil (25 Prozent) von Todesopfern zwischen 20-59 Jahren hat (Kreis 5 Prozent, Pirmasens 4 Prozent). Anderswo im Land sind die Todesopfer zu 90 oder mehr Prozent 60 Jahre oder älter (Ausnahme Bitburg-Prüm mit 17 Prozent).

-10 234 Personen im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamts Südwestpfalz wurden seit Pandemiebeginn positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getestet. Bei einer Gesamtbevölkerung von 169 089 (Stand Dezember 2020) heißt das, dass rund 6,1 Prozent der Bürger (Anfang November waren es 5,1 Prozent) sich zwischen März 2020 und Dezember 2021 nachweislich mit dem Virus infiziert haben.

In Rheinland-Pfalz wurden seit Pandemiebeginn bis zum 12. Januar 301 608 durch PCR-Test bestätigte Corona-Infektionen gezählt. Ausgehend von einer Bevölkerungszahl von 4 098 391 (Dez 2020) heißt das, dass gerundet 7,4 Prozent der Bürger sich zwischen März 2020 und Dezember 2021 mit dem Virus infiziert haben (Steigerung seit 8. Dezember um 1,3 Prozentpunkte beziehungsweise knapp 50 000 Fälle). Hinzu kommt noch eine Dunkelziffer mit unerkannten Infektionen, vermutlich gerade bei jüngeren und gesunden Menschen in den ersten Monaten der Pandemie. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass mindestens 90 Prozent der Rheinland-Pfälzer sich in all dieser Zeit nicht infiziert haben.

Todesfälle (letzte 4 Wochen)

0 in Zweibrücken (die jüngst vom Gesundheitsamt gemeldete verstorbene Zweibrückerin scheint in der LUA-Statistik zu fehlen), 5 im Landkreis Südwestpfalz, 2 in Pirmasens

Davon sind in Pirmasens 1 an Covid (50 Prozent, eine Verringerung um 20 Prozentpunkte) gestorben, im Landkreis 3 (60 Prozent)

Von den 7 Todesopfern war keines jünger als 60 Jahre.

Vergleichswert RLP: 225 gestorben, 193 an Corona, 32 mit (14,2 Prozent, eine Verringerung um knapp 7 Prozentpunkte)

Hospitalisiert (letzte 7 Tage)

Neu ins Krankenhaus mussten in dieser Zeit 2 positiv getestete Zweibrücker, 2 positiv getestete Kreisbürger sowie 2 positiv getestete Pirmasenser. Zum Stichtag 8. Dezember waren es noch insgesamt 21 Patienten gewesen. Bei nur einem, einem Zweibrücker, war die Corona-Infektion ursächlich für die Einweisung (16,6 Prozent, am 8. Dezember waren es noch 23,8 Prozent gewesen).

Zum Vergleich: In Rheinland-Pfalz wurden in den Krankenhäusern 111 infizierte Menschen aufgenommen (am 8. Dezember waren es noch 159 gewesen), davon 47 wegen ihrer Corona-Infektion (42,3 Prozent, eine Steigerung von 6 Prozentpunkten).

Impfdurchbrüche (RLP)

In den vergangenen 8 Wochen sind in Rheinland-Pfalz 253 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, davon 214 AN Corona (84,6 Prozent, eine Steigerung von knapp 2 Prozentpunkten), 39 MIT Corona.

73 Prozent der Gestorbenen waren „ungeimpft oder unvollständig geimpft“, 19 Prozent „vollständig geimpft aber nicht geboostert“, 7 Prozent geimpft und geboostert.

In den vergangenen 2 Wochen ist in RLP ein Mensch im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Infektion war ursächlich für seinen Tod. Zum Stichtag 8. Dezember waren im gleichen Zeitraum 15 Todesfälle zu beklagen.

 In den letzten 2 Wochen gab es in Rheinland-Pfalz 5111 Fälle von Bürgern mit positivem PCR-Test und Covid-Symptomen (853 mehr als zum Stichtag 8. Dezember). Von denen waren „ungeimpft oder unvollständig geimpft“, 48 Prozent „vollständig geimpft aber nicht geboostert“, 32 Prozent geimpft und geboostert 19 Prozent. Ins Krankenhaus mussten von den 5111 Patienten 130 (60 weniger als im Dezember), aber nur 57, also knapp 44 Prozent, aufgrund ihrer Covid-Erkrankung. 5 Patienten von diesen 57 mussten aufgrund ihrer Corona-Erkrankung auf der Intensiv-Station behandelt werden. Sie alle waren „ungeimpft oder unvollständig geimpft“.

Aktuelle Lage in der Südwestpfalz

Am Donnerstag wurden im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes seit dem Vortag 71 weitere positive Corona-Tests registriert. 25 davon wurden aus Zweibrücken gemeldet, zwei aus Bechhofen sowie jeweils einer aus Maßweiler, Reifenberg, Contwig, Großsteinhausen und Rosenkopf. Wegen zweier Corona-Fälle muss eine Klasse der Thomas-Mann-Schule Zweibrücken in Quarantäne, außerdem wurde eine Schülerin des Helmholtz-Gymnasiums positiv getestet. Das Landesuntersuchungsamt meldet aktuell die Inzidenzwerte 163,4 (Landkreis), 200 (Pirmasens) sowie 276,3 (Zweibrücken) und für die landesweite „7-Tage- Hospitalisierungs-Inzidenz“ den Wert 2,85. Diese Werte liegen allesamt deutlich unter denen vom 8. Dezember. Aktuell sind im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes 642 bestätigte positive Fälle aktiv, 36 mehr als am Vortag aber dennoch nur halb so viele wie im Dezember.

Die komplette Wochenzusammenfassung des Landesuntersuchungsamtes in Rheinland-Pfalz kann im Internet auf der LUA-Homepage abgerufen werden, lua.rlp.de.