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Corona-Schutzimpfungen starten: Dreyer spricht von „Tag der Freude“

Rheinland-Pfalz impft zuerst in Heimen – Zweibrücken muss noch warten : Corona-Schutzimpfungen starten: Dreyer spricht von „Tag der Freude“

Die Corona-Schutzimpfungen haben wie geplant in Rheinland-Pfalz begonnen. Den Anfang machten neun Alten- und Pflegeheime in Regionen mit besonders vielen Neuinfektionen.

Rheinland-Pfalz ist auf dem Weg zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einen wichtigen Schritt vorangekommen: Am Sonntag haben die ersten Schutzimpfungen begonnen. Als einer der ersten Menschen in dem Bundesland wurde am Sonntagmorgen in einem Heim in Koblenz eine 91 Jahre alte Bewohnerin mit dem Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer geimpft. „Ich möchte noch ein bisschen leben“, nannte die Seniorin ihre Antriebskraft.

Am ersten Tag der deutschlandweiten Corona-Schutzimpfungen sollten in Rheinland-Pfalz 1250 Menschen den Piks bekommen. Alle Menschen müssen zweimal geimpft werden, in der Regel im Abstand von drei Wochen.

Die ersten knapp 10 000 Impfdosen waren tags zuvor wie geplant in Rheinland-Pfalz eingetroffen und zunächst an vier Impfzentren verteilt worden. Neun Teams rückten am Sonntag aus und impften Bewohner und Mitarbeiter in Altenheimen in Daun, Gerolstein, Linz, Mainz, Nieder-Olm, Kusel, Neuhofen und Koblenz, wie Landesimpfkoordinator und Gesundheitsstaatssekretär Alexander Wilhelm sagte. Die Hälfte des Impfstoffs sei für die zweite Spritze aufgehoben worden.

Nach Vorgaben des Bundes werden in Rheinland-Pfalz zunächst über mobie Teams Menschen geimpft, die ein sehr hohes Risiko haben, schwer am Coronavirus zu erkranken oder daran zu sterben.

Vorrang haben dabei die Regionen, in denen die Infektionszahlen am 16. Dezember über dem durchschnittlichen Sieben-Tage-Wert des Landes lagen.

Betroffen sind davon mehr als 200 Heime in den Kreisen Kusel, Germersheim, Bad Kreuznach, Neuwied, Rhein-Pfalz und Vulkaneifel sowie die kreisfreien Städte Speyer, Frankenthal, Ludwigshafen, Mainz und Koblenz.

Weil der Impfstoff knapp ist, impfen insgesamt 20 mobile Teams zunächst in knapp 70 der 200 Heime. Die 31 Impfzentren im Land sollen noch im Januar öffnen.

„Heute ist ein besonderer Tag, ein Tag der Hoffnung, der uns sehr lange in Erinnerung bleiben wird!“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (beide SPD), die zu den ersten Impfungen in das Koblenzer Altenheim gekommen waren.

Weil die Stadt Zweibrücken zuletzt außergewöhnlich niedrige Raten von Neuinfektionen verzeichnete, wird der Impfstoff hier erst später geliefert; Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) hofft darauf, dass das Impfzentrum in der Rosenstadt am 4. Januar in Betrieb gehen kann.