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Corona-Krise: Pfälzer sollen Lockerungen nicht zu locker nehmen

Appell an die Bürger von Wosnitza, Ganster und Pfälzer Kollegen zum Corona-Schutz : „Bisherige Erfolge nicht aufs Spiel setzen!“

Oberbürgermeister, Landräte und Polizeipräsidenten aus der Pfalz appellieren an die Bevölkerung, persönliche Schutzmaßnahmen gegen das gefährliche Coronavirus weiter ernst zu nehmen – trotz der erfolgten Lockerungen.

Bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind wichtige Etappenziele erreicht worden – und immer mehr Öffnungen und Lockerungen möglich. Seit 13. Mai sind Restaurants mit Einschränkungen wieder geöffnet, Hotels und Ferienwohnungen folgten diese Woche, für Kulturbetriebe hat Rheinland-Pfalz einen Stufenplan vorgestellt. Die Oberbürgermeister Marold Wosnitza (Zweibrücken), Markus Zwick (Pirmasens), Klaus Weichel (Kaiserslautern), Jutta Steinruck (Ludwigshafen), Martin Hebich (Frankenthal), Stefanie Seiler (Speyer), Marc Weigel (Neustadt), Thomas Hirsch (Landau) sowie die Landräte Susanne Ganster (Südwestpfalz), Hans-Ulrich Ihlenfeld (Bad Dürkheim), Clemens Körner (Rhein-Pfalz-Kreis), Fritz Brechtel (Germersheim), Rainer Guth (Donnersbergkreis), Ralf Leßmeister (Landkreis Kaiserslautern), Otto Rubly (Kusel), Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße) und die Polizeipräsidenten Michael Denne (Westpfalz) und Thomas Ebling (Rheinpfalz) begrüßen diese schrittweise Rückkehr zur „neuen Normalität“, sagen aber auch klar: „Die bisherigen Erfolge dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Wir sind alle weiterhin gefordert, um mit Rücksicht und Geduld die Pandemie weiter zu bekämpfen.“

In der Gesamtbetrachtung seien die Zahlen der Neuinfektionen in der Pfalz momentan relativ stabil. „Alle Bürgerinnen und Bürger tragen hierzu erheblich bei. Sie halten Abstand, tragen Maske, verringern Ihre Sozialkontakte. In den letzten Wochen haben wir alle große Anstrengungen unternommen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen – mit Erfolg. Nun ist es wichtig, dass wir auch weiterhin alles dafür tun, die Abstände einhalten, Maske tragen und trotz der Lockerungen unsere Kontakte einschränken. Herzlichen Dank an Sie alle, dass Sie sich an die Regeln halten und Verständnis haben“, erklären die Oberbürgermeister, Landräte und Polizeipräsidenten. „Dank Ihrer Umsicht und Ihrer Geduld sind nun immer mehr Lockerungen möglich. Das freut uns alle. Doch wir dürfen nicht vergessen: Die Pandemie ist noch nicht vorbei.“ Es sei wichtig, dass die schon erfolgten und geplanten Öffnungen in den nächsten Wochen nicht zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen führen. „Nehmen Sie darum bitte auch weiterhin Rücksicht, damit wir diesen ersten Erfolg nicht gefährden. Vermeiden Sie große Ansammlungen und verzichten Sie auch im Privaten auf Treffen in großer Runde.“

Es gelten weiterhin die wichtigen Hygieneregeln: Abstand halten, häufiges und gründliches Händewaschen und Maske tragen. Kurz lässt sich dies unter der Formel „AHA“ – Abstand, Hygieneregeln, Alltagsmaske – zusammenfassen. Die Oberbürgermeister, Landräte und Polizeipräsidenten bekräftigen: „Bitte benutzen Sie eine Maske nicht nur dort, wo sie Pflicht ist, sondern immer, wenn sich Menschen auf engem Raum begegnen und in Kontakt mit anderen Menschen treten.“ Wer sich krank fühlt, sollte einen Arzt kontaktieren: „Sie können sich auch bei kleinsten Krankheitszeichen testen lassen, nehmen Sie diese Möglichkeit bitte wahr. Helfen Sie mit, die Pandemie einzudämmen und bleiben Sie gesund!“