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Corona: In der Stadt Zweibrücken stehen Zeichen eher auf Entspannung

OB hofft, dass aus „rot“ bald „orange“ wird : Corona: In der Stadt stehen Zeichen eher auf Entspannung

OB Wosnitza hofft, dass Zweibrücken schon bald wieder „orange“ ist. „Wenn es jetzt keine größeren Überraschungen gibt“, sagte er am Donnerstagabend.

Jetzt bloß keine unangenehmen Überraschungen. Das sagt sich wohl nicht nur Marold Wosnitza (SPD). Der Oberbürgermeister der Stadt Zweibrücken hofft nämlich darauf, dass die Rosenstadt schon bald nicht mehr „rot“ ist, sondern „orange“ wird.

Wie berichtet, ist „rot“ im Aktionsplan der Landesregierung die höchste Gefahrenstufe. Sie gilt ab einem „Inzidenzwert“ von 50 Infizierten in einem Zeitraum von sieben Tagen (bezogen auf eine Einwohnerzahl von 100 000). Und Zweibrücken, mit rund 35 000 Einwohnern gerade einmal ein Drittel so groß wie die amtliche Bezugsgröße, hatte in den vergangenen Tagen in der Spitze den Wert 83.

Doch nun würden sozusagen „einige hinten rausfallen“, erklärte Wosnitza. Heißt: Es geht immer um die Neu-Infizierten der vergangenen sieben Tage. Kommen aktuell nicht viele Fälle hinzu, fallen die „älteren“ Fälle nach einigen Tagen wieder raus und die Lage entspannt sich etwas. Darauf setzt nun, wie gesagt, der OB.

Mit  seiner Hoffnung, dass es jetzt keine „Überraschungen“ gibt, spielt er offenkundig auf zwei Privatfeiern an, an denen sich etliche Zweibrücker beteiligten, dort kam es dann zu mehreren Infektionen. Überraschungen, auf die jeder Zweibrücker verzichten kann.

Verzichtet wurde am Donnerstag übrigens auch auf die „Task Force“, die eigentlich hätte tagen sollen. In dieser Spezialgruppe ist der Stadtvorstand vertreten, ferner Repräsentanten des Landkreises und der Landesregierung (wir berichteten).

Stattdessen habe Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) per Videokonferenz alle „roten“ Gebietskörperschaften zum Austausch gebeten.

Dreyer hätte am Montag ja ursprünglich nach Zweibrücken kommen sollen, um dort die neue Mobilitätszentrale im Bahnhof einzurichten. Wosnitza, der diese Einweihung dann im kleinen Kreis selber vornahm (wir berichteten) sagte, Dreyer und die Stadt hätten befunden, dass es nicht angemessen sei, in Zweibrücken in größerem Rahmen eine Veranstaltung durchzuführen, wenn auf der anderen Seite aufgrund der roten Gefahrenstufe private Veranstaltungen reduziert werden müssten. Man habe daher ein Zeichen setzen wollen.

Sollte die Zahl der Neu-Infektionen in Zweibrücken übrigens in der nächsten Zeit doch noch nach oben schnellen, könnte rasch wieder eine Fieber-Ambulanz eingerichtet werden, sagte der Oberbürgermeister am Donnerstag. Hierfür seien die früheren Räume der Gewobau am Schlossplatz vorgesehen. Aber aktuell gebe es dafür keinen Anlass.