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City-Outlet-Nachfolger nimmt Gestalt an

City-Outlet-Nachfolger nimmt Gestalt an

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Zweibrücken. Was wird aus dem City-Outlet? Während sich der interessierte Investor, die Hanseatische Grundbesitz- und Vermögensgesellschaft (HGV) weiter in den Mantel des Schweigens hüllt - so gestern einmal mehr auf Merkur-Anfrage -, sind Details der HGV-Pläne öffentlich geworden. Stadtsprecher Heinz Braun sagte auf Anfrage, dass die Alte Feuerwache nach dem Willen der HGV abgerissen werden soll, ebenso das Parkhaus am Schloss und die Passage Schreiner. Auf dem Feuerwachengelände soll dafür neuer Parkraum geschaffen werden, etwa so viele Plätze wie derzeit, schildert Braun. Eine Brücke über die Bleicherstraße solle beide Gebäude verbinden, die HGV müsse das Gelände mit Parkhaus noch von der Parkgesellschaft der Stadtwerke kaufen. "Im Grundsatz würde dieser Plan von Stadtseite in Ordnung gehen", sagt Heinz Braun. Wie teuer die HGV das Parkhaus am Schloss kommen würde, konnten die Stadtwerke auf Anfrage nicht beziffern.Aus Ex-City-Outlet, -Passage Schreiner und -Parkhaus solle eine Mall - eine Einkaufsstraße in einem Gebäude - entstehen, über 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche wird spekuliert. Das City-Outlet bot etwa 3500 Quadratmeter. Konkrete Mieternamen habe die HGV noch nicht vorgelegt, sagt Oberbürgermeister Kurt Pirmann. Doch dass die Lebensmittelkette Rewe ins City-Outlet zieht, gilt als wahrscheinlich. Rewe selbst will sich, so eine Sprecherin, "zu laufenden Verhandlungen nicht äußern", aber Dieter Ernst vermutet auch: "Rewe soll der Ankermieter werden". Ernst betreibt die Edeka-Märkte im Hilgard-Center und in Niederauerbach. "Ich beziehungsweise Edeka habe den Standort von der HGV auch angeboten bekommen", so Ernst, der abgelehnt hatte. Das sei im Rahmen von Ernsts Bewerbung für das von der HGV ebenfalls geplante Einkaufscenter in der Canada-Siedlung geschehen. Wie groß der Rewe-Markt werden soll, wisse er nicht. Ernst: "Bei einem City-Konzept gehe ich von 800 bis 1000 Quadratmetern aus, bei einem richtigen Verbrauchermarkt von 2000 qm. Das hielte ich aber für zu groß." Dass er einen weiteren Einkaufsmarkt neben dem Cap-Markt in der Hallplatz-Galerie für problematisch hält, hatte er bereits früher im Merkur angemahnt (wir berichteten). Die Konkurrenz fürchte er selbst indes nicht, auch wenn er sagt, "wir werden das schon ein bisschen bemerken, aber die Situation ist anders als damals, als Kaufland für die Truppacher Höhe im Gespräch war." Generell sei er "froh, dass in die Sache City-Outlet Bewegung reinkommt. Alles, was der Innenstadt gut tut, ist wichtig."

Skeptischer ist da die Pirminius-Werk gGmbH, die in der Hallplatz-Galerie den Cap- und den Capito-Markt betreibt. Geschäftsführer Markus Matheis: "Wir haben die Stadt darum geben, sich mit uns an einen Tisch zu setzen, wenn ein Plan mit einem weiteren Lebensmittelanbieter im City-Outlet weiterverfolgt wird. Wir sind für den Fall besorgt, ob wir uns dauerhaft in der Innenstadt halten können." Denkbar sei, dass man sich an den neuen Supermarkt anschließe. Ein Gespräch mit der Stadt über solche Ideen habe es aber nicht gegeben. Man denke nicht daran, den Cap-Markt (derzeit 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche) zu verkleinern. Nach dem Gespräch mit dem Merkur hakte Matheis bei Gewobau-Chef Werner Marx nach. Der habe ihm versichert, dass es keine neuen Entwicklungen gebe, die Gewobau selbst verhandele nicht mit einem Lebensmittelmarkt, so Matheis danach. Die Vermarktung einer künftigen Mall sei die Sache der HGV. Foto: paulsberg

"Wir sind besorgt,

ob wir uns

in der Innenstadt halten können."

Markus Matheis vom Betreiber

des Cap-Markts