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Christenverfolgung steht im Fokus

Christenverfolgung steht im Fokus

Willy Kuhn stellt bei Evangelisch-methodistischer Kirche das Hilfsprojekt „Open Doors“ vor.

Die Evangelisch-methodistische Kirche Zweibrücken lädt für Sonntag, 14. Mai, um 9.30 Uhr zu einem besonderen Gottesdienst ein. In seiner Predigt und darüber hinaus referiert Willy Kuhn über das sich selbt als überkonfessionell bezeichnende Hilfswerk "Open Doors", das Projekte zur Selbsthilfe verfolgter Christen realisiert. Gäste sind herzlich willkommen.

Dieses Kreuz einer christlichen Kirche im Irak wurde durch Schüsse beschädigt. Foto: dpa Foto: dpa

Dieser Gottesdienst war bereits für Anfang des Jahres geplant, doch ein Glatteis-Einbruch hatte den Termin verhindert. Am kommenden Sonntag besucht nun Willy Kuhn, Referent des überkonfessionellen Hilfswerks "Open Doors" die Evangelisch-methodistische Gemeinde in Zweibrücken. Im Mittelpunkt stehen die aktuelle Situation in Syrien und dem Iran sowie die Arbeit des Hilfswerks. "Open Doors" realisiert Projekte zur Selbsthilfe verfolgter Christen, Engagement für Gefangene, Nothilfe oder Trauma-Arbeit. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht bei Kaffee und Tee die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Während Christen in Deutschland frei und ungehindert ihren Glauben leben, Gottesdienste feiern und Veranstaltungen durchführen können, werden sie anderen Ländern der Erde genau deswegen verfolgt, bedroht und sogar ermordet, kritisiert Open Doors. Nach Einschätzung dieses Hilfswerks findet weltweit die größte Christenverfolgung überhaupt statt. Zurzeit würden in über 60 Ländern mehr als 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens benachteiligt, misshandelt und ihrer Menschenrechte beraubt. Damit seien Christen die weltweit größte verfolgte Religionsgemeinschaft. Ihnen werde, kritisiert Open Doors, auch eine Vielzahl weiterer Rechte vorenthalten, wie etwa das Recht auf den Schutz vor willkürlicher Verhaftung, das Recht auf ein faires Verfahren, das Recht auf Zugang zu Gerichten, Gleichheit vor dem Gericht, das Recht auf Familie, die Minderheitenschutzrechte und nicht zuletzt das Folterverbot. Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk "Open Doors" ist seit mehr als 60 Jahren in rund 60 Ländern im Einsatz für verfolgte Christen. www.open-doors.de