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Cavern-Beatles rockten die Zweibrücker Festhalle

Cavern-Beatles rockten die Zweibrücker Festhalle

Nicht nur dass die Cavern Beatles aus Liverpool stammen und den Namen des legendären Clubs aus dieser Stadt tragen dürfen: Die Band reicht auch mit ihrem musikalischen Können nahezu an die Fab Four heran.

Sie sind die vielleicht beste Beatles-Coverband der Welt. The Cavern Beatles stammen genauso wie ihre Vorbilder aus Liverpool . Außerdem dürfen sie sich auch offiziell mit dem Namen "Cavern" schmücken. So heißt der Club, in dem die echten Beatles ihre ersten Auftritte hatten. Die Vier haben alle Songs der echten Beatles im Programm. Und diese spielen sie auch fast genauso gut. Natürlich nur fast, denn schließlich sind die echten Beatles für ihre Fans unerreicht. Im Rahmen einer Tournee rockte das Pilzköpfe-Abbild auch die voll besetzte Zweibrücker Festhalle. Die meisten der Besucher hatten als Jugendliche die Zeit der Sixties erlebt und damals zu den Klängen der Fab Four das Tanzbein geschwungen. Kein Wunder, dass viele in der Pause in Erinnerungen an diese Zeit schwelgten.

"John" (Paul Tudhope), "Paul" (Steve White), "George" (Craig Gamble) und "Ringo" (Simon Ramsden) brachten am Mittwochabend schnell Stimmung in den Saal. Spätestens bei "Please, please me" standen ihre Gäste, stampften mit den Füßen und klatschen mit den Händen - ganz so wie es "John" sich wünschte. Von da an ging es Schlag auf Schlag: "Can't buy me Love", "She loves me", "Help" oder "Drive my Car". Vor der Pause hieß es dann "Twist and shout". Dabei durfte auch der legendäre Spruch von John Lennon nicht fehlen, den er 1963 im Londoner Prince of Wales Theatre zum Besten gab: "Würden die Leute auf den billigen Plätzen bitte in die Hände klatschen? Der Rest kann einfach mit den Juwelen rasseln."

Das Konzert war zweigeteilt, entsprechend der beiden bekannten Best-of-Alben. Das Besondere an dem Auftritt war, dass nicht nur die Songs der ersten Beatles-LPs zu hören waren, sondern im zweiten Teil auch Stücke wie "Strawberry Fields forever", "Lucy in the Sky with Diamonds" oder "Let it be". Diese hatten die Originale nie in einem Konzert gespielt, da es ab Sommer 1966 keine Tournee mehr gab. Dennoch wurde die 1989 gegründete Coverband den Ansprüchen von Songs wie "Penny Lane", "USSR" oder "Ballade of John and Yoko" gerecht. Lediglich der Beginn von "Sgt. Pepper" war etwas missglückt - dafür wäre ein Orchester nötig gewesen.

Nach der Pause traten die Vier in den bunten Fantasiekostümen aus "Yellow Submarine" auf, und präsentierten schließlich die "Peace"-Zeit mit einem weiß gekleideten "John" mit Nickelbrille. Stehend bekam das Publikum mit "Revolution" und "Hey Jude" am Ende noch zwei Zugaben.