Nach 14 Jahren Warum Capito am Hallplatz in Zweibrücken schließt

Zweibrücken · Stiftungsvorstand Marco Dobrani erklärt den Zeitpunkt der Schließung und was das Ende des Shops für die Mitarbeiter bedeutet.

 Obwohl der Capito-Store nach dem Umzug deutlich zentraler liegt als vorher in der Hallplatz-Galerie, stimmen die Umsätze nicht.

Obwohl der Capito-Store nach dem Umzug deutlich zentraler liegt als vorher in der Hallplatz-Galerie, stimmen die Umsätze nicht.

Foto: Jan Althoff

Nach 14 Jahren schließt die Heinrich-Kimmle-Stiftung am 30. September ihren Capito-Store am Hallplatz in Zweibrücken.

„Leider konnten wir uns von dem starken Umsatzrückgang seit der Corona Pandemie nie richtig erholen“, erläutert Stiftungsvorstand Marco Dobrani. Auch der Umzug vor knapp vier Jahren in die neuen Räumlichkeiten in der Hauptstraße 100 habe leider auch nicht zu der erhofften Erhöhung der Kundenfrequenz geführt.

„Das Kaufverhalten hin zum Onlinehandel hat uns gerade beim Büro- und Schulbedarf und insbesondere beim Tintenpatronenverkauf stark zugesetzt. Außerdem wird weitaus weniger gedruckt und kopiert als noch vor einigen Jahren, was ebenfalls zu dem deutlichen Umsatzrückgang in diesen beiden wichtigen Verkaufsbereichen geführt hat“, so Dobrani weiter. Von den wenigen treuen Kunden, die noch den Weg in den Laden finden und insbesondere den Kopierservice in Anspruch nehmen, „können wir leider nicht überleben“. Man badauere die Entwicklung könne sie aber nicht länger ignorieren. Das Konzept des Ladens habe sich über die Jahre leider überholt und sei wirtschaftlich nicht mehr tragfähig.

Der Zeitpunkt der Schließung ist laut Dobrani so gewählt, dass alle vier Mitarbeiter des Shops nahtlos in andere Beschäftigungsverhältnisse wechseln können. „Das war uns ein großes Anliegen, so dass keiner benachteiligt ist und alle vier Mitarbeiter eine neue Tätigkeit finden konnten. Das Team arbeitet in der Konstellation schon sehr lange und sehr gut zusammen. Dafür sind wir ihnen sehr dankbar. Dankbar sind wir auch unseren Kunden, die uns jahrelang unterstützt haben.“

Zur Erklärung, warum der Shop zum 30. September schließt, schreibt Dobrani, so könne man die im Sommer anstehende Schulbuchaktion für das neue Schuljahr mit den Schulen in der Region noch gut zu Ende führen und den Abverkauf der im Laden befindlichen Waren „hoffentlich noch gut abwickeln“.

Der Capito-Store ist ein Inklusionsunternehmen der Pirminius-Werk gGmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Heinrich Kimmle Stiftung. Neben dem Capito-Store gehören noch die beiden CAP-Lebensmittelmärkte in Thaleischweiler-Fröschen und Zweibrücken, die beiden ID-Drogeriemärkte in Contwig und Waldfischbach-Burgalben, das CAP-Mobil, das Bienen-Plus-Projekt in Münchweiler und die Begegnungsstätte Reki in Pirmasens zu den Tätigkeitsfeldern des Inklusionsunternehmens. Insgesamt werden 68 Mitarbeitende, davon 29 mit Beeinträchtigungen beschäftigt.