Campus-Lauf Zweibrücken : Stadt und Hochschule ein wenig verbinden

Am Samstag stand in Zweibrücken der Campus-Lauf auf dem Programm.

Das Problem ist altbekannt: Die Innenstadt Zweibrückens liegt im Tal, der Campus der Hochschule außerhalb und etliche Höhenmeter weiter oben auf dem Kreuzberg. Das erzeugt bei den Studenten natürlich ein anderes Flair als etwa jenes von Heidelberg, wo die Fakultäten über die Altstadt verteilt sind.

Um Campus und Stadt wenigstens mal mit einer Aktion zu verbinden, hat sich der ehemalige Asta-Vorsitzende Karolis Dailidonis den Stadt-Campus-Lauf ausgedacht. Der ging am Samstag zunächst vom Herzogplatz aus durch die Fußgängerzone, dann um den Rosengarten herum und schließlich über die krasse Steigung der Kreuzbergstraße auf den Campus.

Ein paar Staus mussten die Zweibrücker dafür in Kauf nehmen – die Polizei hatte zum Beispiel das Überqueren der Hofenfelsstraße abgesichert. „Das generelle Problem ist: Wir als Studenten kriegen kaum etwas von der Stadt mit. Und die Stadt kriegt von uns kaum etwas mit. Deswegen war die Idee, etwas gemeinsam zu machen. Dann sehen die Studenten mal die Stadt“, meinte Dailidonis. Sein Co-Organisator Philipp Lang sagte, man erkenne dann auch, wie anstrengend es sei, den Berg hochzukommen.

Davon konnte Teilnehmerin Ariel Lubaschewski ein Lied singen: „Ich bin den Berg hoch komplett gegangen.“ Die ehemalige Studentin wohnte früher auf dem Campus und lief, da sie kein Auto besaß, zum Einkaufen ins Hilgardcenter – und anschließend schwer bepackt wieder hoch. „Hier oben gibt es ein komplettes Neubaugebiet und noch nicht mal eine Bäckerei“, klagte sie.

Busse verkehrten zwischen Stadt und Campus nur stündlich, meinte Dailidonis, abends nicht mehr und am Wochenende kaum. Häufiger schon habe man von der wohl eher abenteuerlichen Idee einer Seilbahn gehört – schlecht wäre das natürlich nicht für die Nöte der Studenten.

Der Gewinner habe beim Stadt-Campus-Lauf die fünf Kilometer Strecke mit 102 Metern Steigung in starken 19 Minuten geschafft, berichtete Lubaschewski. Mit 21:15 Minuten lag da Sascha Frevel nicht viel dahinter. Er scherzte: „Da macht es sich bezahlt, dass ich früher hier studiert habe.“ > Bericht folgt