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Herbst- und Gartenmarkt: Buntester Herbst- und Gartenmarkt

Herbst- und Gartenmarkt : Buntester Herbst- und Gartenmarkt

Wieder kamen tausende Besucher und alle fanden, was sie suchten.

Wunderbares Spätsommerwetter begünstigte den Herbst- und Gartenmarkt im Rosengarten am Wochenende, gute Laune, wohin man schaute. Der Garten zeigte sich von einer seiner schönsten Seiten, herbstlich kecke aufregende Farben, vorletzte Rosenblüten, lilaste Liebesperlen, eben alles, was der Spätsommer/Herbst so botanisch zu bieten hat. Gartenmeister Heiko Hübscher sagt: „Wir kriegen einen tollen Rosenherbst, weil wir viele neue Sorten haben, die erst jetzt blühen“.

Henrik Kunzmann, in beiden Händen vollgepackte Einkaufstüten, genießt die Situation ausgiebig und doppelt, denn er hat eingekauft „wie meine Frau mich geheißen“ hat  und kann sich nun ganz dem Glanz der Stunde hingeben, offen für neue nachdrückliche Eindrücke. „Ich bin eigentlich Pole“, sagt er, „wohne aber schon 25 Jahre in Deutschland, heute in Saarlouis.“ Sein Deutsch ist fast ohne Akzent. Er hat sicher einen Garten zu Hause? „800 Quadratmeter warten täglich auf mich, ich bin aber nur der Gräber im Garten, den Rest besorgt meine Frau Lia.“ In Saarlouis gibt’s auch schon einen großen öffentlichen Garten, „ich komme aber öfter hierher, es ist so erholsam hier“.

An einem Verkaufsstand liest man „Cadel, Pinova, Rubinette, Elstar, Delbar“, geheimnisvolle Namen für viele, in Wirklichkeit sind es aber nur Namen für Apfelsorten, die der Freudenbergerhof anbaut und anbietet. Man darf sie auch an seinem Stand probieren, „einfach köstlich“. „Ideal gelagert sind Äpfel im Gemüsefach eines Kühlfaches“, steht im Prospekt geschrieben. Blumen in Hülle und Fülle finden sich im Angebot, auch Blumenzwiebeln. Wer Hunger hat, kauft „Schwäbische Dünnle“ oder Leckeres aus dem großen Angebot. Vielleicht Rosenblütengelee oder Thymian-Honig aus Kreta. Immer öfter im Angebot sind auch Textilien, Hüte, Jacken. Über den beinahe englischen Rasen watscheln Enten aus Fleisch und Blut, aus Holz oder Eisen sogar. Kunsthandwerk in Menge ist ausgestellt, „in“ als Material ist Eisen, das vor sich hin rostet. Franz Abraham vom Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) sagt im Gespräch: „Auch dieses Jahr sind wieder über 100 000 Besucher gekommen. Das Kulturprogramm im Rosengarten für nächstes Jahr steht auch schon.“ 
Zwei kleine Knirpse, zwei und drei Jahre alt, ihre Köpfe genau in Asternhöhe, erleben den Rosengarten ganz anders, man möchte gern wissen, wie, erfährt aber nichts, doch ihre Begeisterung steckt an.

Der Rosen- und Gartenmarkt war wie jedes Jahr ein „Event“ für alle Besucher. Jetzt beginnt das große Herbst-Graben bis hin nach Saarlouis. Im Rosengarten war es die letzte Veranstaltung. Jahreskartenbesucher haben ganzjährig freien Zugang zum Rosengarten. Andere nur noch bis Ende Oktober.