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Bundespolizei bringt Containerhäuschen nach Bad Düben

Shelter am Zweibrücker Flughafen : Containerhäuschen werden nach Bad Düben gebracht

() Es mutete an wie eines der größten Geheimnisse in Zweibrücken, jetzt ist es gelüftet: Die Beton-Shelter am Zweibrücker Flughafen wird die Bundespolizei als neuer Besitzer der Bundespolizeiabteilung Bad Düben bereitstellen.

„Beabsichtigt ist ein Einsatz als Bereitschafts-, Lehr- und Lagerräume sowie für Zwecke des Polizeitrainings“, erklärte die Pressestelle der Bundespolizei jetzt auf Merkur-Anfrage. Wann genau die Containerhäuschen abgebaut und nach Bad Düben transportiert werden, sagte die Pressestelle nicht. Auch zum Kaufpreis für die 84 Kleingebäude gab es keine Angaben.

Ende Mai 2018 hatte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier mitgeteilt, dass sie die Container an die Bundespolizei veräußert hatte. Insgesamt 2,3 Millionen Euro an Steuergeld (1,8 Millionen für den Ankauf, 500 000 für Aufbau, Technik, Nebenkosten) hatten die im Zuge des starken Flüchtlingszuzugs errichteten „Shelter“ damals gekostet. Eine ADD-Sprecherin hatte damit gerechnet, dass der Kaufpreis darunter lag, also dem Steuerzahler ein Verlust entstand. Nur die Hälfte der Container wurde überhaupt belegt, Ende Juni 2016, drei Monate nach dem Erstbezug, standen sie leer.