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Bundesministerium hat "erhebliche Zweifel" an Genehmigung für Cat 2

Bundesministerium hat "erhebliche Zweifel" an Genehmigung für Cat 2

Zweibrücken. Die Betriebsgenehmigung des bereits mit Millionenaufwand installierten Instrumentenlandesystems Cat 2 am Flughafen Zweibrücken droht zu scheitern. Bekanntlich muss bei Cat 2 (das mehr Landungen bei Nebel ermöglicht) seitlich der Landebahn die Hindernisfreiheit größer sein als bei Cat 1 - doch in der Sicherheitszone steht das Naturschutzgebiet Monbijou-Wald

Zweibrücken. Die Betriebsgenehmigung des bereits mit Millionenaufwand installierten Instrumentenlandesystems Cat 2 am Flughafen Zweibrücken droht zu scheitern. Bekanntlich muss bei Cat 2 (das mehr Landungen bei Nebel ermöglicht) seitlich der Landebahn die Hindernisfreiheit größer sein als bei Cat 1 - doch in der Sicherheitszone steht das Naturschutzgebiet Monbijou-Wald. Die rheinland-pfälzische Landesluftfahrtbehörde sieht zwar einen zumutbaren Ausweg, massive Baumfällungen zu vermeiden und Cat 2 zu retten: Eine Studie soll Kompensationsmaßnahmen für die Luftsicherheit festlegen.Dieser Ausweg ist nach derzeitigem Stand aber versperrt. Das Mainzer Infrastrukturministerium teilte am Freitag auf Merkur-Anfrage mit, das Bundesverkehrsministerium habe "erhebliche Zweifel, ob eine Aeronautical Study bei einer massiven Hindernisdurchdringung eine Ausnahme begründen kann". Vor diesem Hintergrund werde "voraussichtlich ein weiteres Gespräch" zwischen den Ministerien in Berlin und Mainz und der Landesluftfahrtbehörde erforderlich, schreibt Ministeriumssprecher David Freichel, "in dem verbindlich abgestimmt werden soll, unter welchen Voraussetzungen eine Aeronautical Study eine Ausnahmegenehmigung begründen kann. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass eine Aeronautical Study ins Leere laufen könnte."

"Die Flughafen-Geschäftsführung ist auf Basis der Auskünfte der eingeschalteten Fachfirmen und Ingenieurbüros zunächst davon ausgegangen, dass eine Ausnahmeerteilung unproblematisch sei", erinnert Freichel. lf