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Bürgermeister Rolf Franzen hofft auf Verlängerung

Bürgermeister Rolf Franzen hofft auf Verlängerung

Die 40 Dienstjahre will er noch vollmachen: Darum geht Rolf Franzen erst fünf Monate nach seinem 65. Geburtstag als Zweibrücker Bürgermeister in Pension – sofern der Stadtrat die Verlängerung genehmigt.

"Bis zum 31. August möchte ich im Amt bleiben. Dann ist Schluss", erklärt Bürgermeister Rolf Franzen im Gespräch mit dem Merkur. Seit ein, zwei Jahren wird schon spekuliert, wann der 64-Jährige in den Ruhestand geht, ein Termin 2017 war erwartet worden (wir berichteten). "Den Zeitpunkt habe ich schon länger im Kopf. Aber ich wollte es nicht zu früh öffentlich machen." Er wollte sich nicht den Vorwurf machen lassen, dass er die Dienstzeit ein, zwei Jahre "nur auslaufen" lässt. Derzeit erarbeitet Franzen mit Kämmerer Julian Dormann noch den Doppelhaushalt 2017/18.

Der Schritt nach außen ist auch aus formalen Gründen notwendig. Denn die Amtszeit des Bürgermeisters endet nach den Bestimmungen in dem Monat, in dem er 65 Jahre alt wird. Das wäre bei Franzen im März 2017. Der Stadtrat kann die Amtszeit allerdings verlängern. Noch in diesem Jahr werde der Rat darüber entscheiden, kündigt Franzen an. Dabei hofft er auf die Zustimmung des Rates, die Amtszeit fünf Monate zu verlängern.

Im Januar 2012 hatte Franzen den Posten des Bürgermeisters übernommen. "Mitte August wäre ich 40 Jahre im Dienst. Das Jubiläum möchte ich noch erreichen", begründet Franzen die fünfmonatige Verlängerung. Zu den über fünf Jahren als Bürgermeister kommen noch zwölf Jahre als Beigeordneter, 21 als Lehrer an der Berufsschule Rodalben sowie zwei Jahre als Zeitsoldat. Zudem verabschiedet sich seine Ehefrau im Sommer auch in den Ruhestand . Mit über 17 Jahren gehörte Franzen mit am längsten dem Stadtvorstand an. In der Zeit war der CDU-Politiker unter anderem für das Bauamt mit Wirtschaftsförderung, dem Schul- und Sportamt, das Jugendamt und Sozialamt sowie für die Kämmerei zuständig. Dabei habe er einen Einblick in die komplette Verwaltung erhalten. Franzen ist im Vorstand des rheinland-pfälzischen Städtetags und dort Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Schule und Sport. 1992 zog er für die CDU in den Stadtrat ein, deren Fraktionsvorsitzender er von 1996 bis 2000 war.

Bei der Frage, wen die CDU als Bürgermeister-Nachfolger aufstellt, hält sich Franzen bedeckt. Auch die bereits genannten Namen wie Christian Gauf, Christina Rauch oder andere (wir berichteten) will er nicht kommentieren. "Ich werde mich als Vorsitzender des Verkehrsvereins, aber auch nach der Dienstzeit weiter für die Stadt engagieren", kündigt Franzen an.