1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Bürgerinitiative kämpft für Grünachse

Bürgerinitiative kämpft für Grünachse

Wohnhäuser neben der Festhalle und vielleicht auch neben dem Awo-Heim? Damit würde ein Alleinstellungsmerkmal Zweibrückens gefährdet, ruft die FDP zur Gründung eines parteiübergreifenden Bündnisses dagegen auf.

Die Zweibrücker Grünachse lockt nicht nur Spaziergänger, Jogger und Radler an - sondern auch Investoren. Denn wer wohnt nicht gerne mitten in der Stadt, aber dennoch mitten im Grünen? Eben dieses viele Grün aber droht durch Bauvorhaben gefährdet zu werden, befürchten die Zweibrücker Liberalen. Die FDP hat sich deshalb "entschlossen, eine parteiübergreifende Bürgerinitiative zum Erhalt der Grünachse zu gründen", wie Ratsfraktionschefin Ingrid Kaiser gestern mitteilte. Das erste Treffen, zu dem alle interessierten Bürger eingeladen sind, finde am kommenden Dienstag, 21. März, ab 18 Uhr im Hotel "Rosengarten am Park", Rosengartenstraße 60, statt.

"Von uns geht nur der Impuls aus - das soll aber ausdrücklich keine Parteisache sein", betont Kaiser. Noch vor Dienstag folge ein Aufruf, den auch Nichtmitglieder unterschrieben.

Nach Kaisers Beobachtungen ist der Widerstand in der Bevölkerung groß gegen die erklärte Absicht der Stadtspitze, auf dem Ex-VTZ-Sportplatz hinter der Festhalle eine Kita zu bauen, die zuvor als "Wohnpark am Schloss" geplanten gehobenen Wohnungen eines privaten Investors dort zuzulassen sowie eine mögliche Wohnbebauung des kleinen Parks am 22er-Denkmal zwischen Awo-Seniorenhaus und Allee gegenüber dem Rosengarten zu prüfen (wir berichteten).

"Die Grünachse ist ein historisch gewachsenes Alleinstellungsmerkmal, um das uns viele Städte beneiden", sagt Kaiser. "So etwas darf man auf keinen Fall aufgeben zugunsten von Bauten, die auch anderswo in Zweibrücken gebaut werden könnten." Die FDP habe hierzu ja schon einige Vorschläge gemacht, erinnert Kaiser. Die Grünachse reicht von der vor den Toren der Stadt gelegenen Fasanerie über Rennwiese, Landgestüt und Kleinem Exe bis mitten in die City. Kaiser: "Wenn wir etwas haben, womit wir in Zweibrücken punkten können, dann ist es das. Warum sollten wir das aufgeben?" Jahrelang galt das auch als Konsens in der Zweibrücker Kommunalpolitik.

Kontakt: Wer mehr über die Bürgerinitiative wissen will, kann sich schon vor dem 21. März bei Ingrid Kaiser melden, Tel. (0 63 32) 4 49 92 oder E-Mail "zweibruecken-kaiser@t-online.de".