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Bürgerbeauftragter Burgard: „Ich bin für viele ein Notnagel“

Bürgerbeauftragter Burgard: „Ich bin für viele ein Notnagel“

Zahlreiche Zweibrücker Bürger haben gestern die Gelegenheit genutzt, dem Bürgerbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz, Dieter Burgard, ihre Probleme mit den Verwaltungen zu schildern. Besonders der Straßenbau und Lkw-Lärm waren beim Sprechtag im Zweibrücker Rathaus viel diskutierte Themen.

"Ein Bürger hat über die schlecht ausgebaute und stark befahrene Schlachthofstraße geklagt. Zwischen den Anwohnern sei ein richtiger Kampf um die Parkplätze entbrannt." In der Saarlandstraße sorgen Lkw für großen Ärger. Diese würden mit laufendem Kühler vor Privathäusern parken, anstatt auf öffentliche Parkplätze auszuweichen, so Burgard. Des Weiteren bleibt das "Arbeitslosengeld II" ein Dauerthema - auch in Zweibrücken.

Burgard sieht sich selbst als Vermittler zwischen den Bürgern und den Verwaltungen im Land. Zu seinen Aufgaben gehört es, einvernehmliche Lösungen mit den entscheidenden Behörden zu erzielen und im allgemeinen die Stellung der Bürger im Umgang mit den jeweiligen Verwaltungen zu stärken.

"Ich bin für viele eine Art Notnagel", beschreibt Burgard seine Tätigkeit als Bürgerbeauftragter. "Den Menschen ist es wichtig, dass meine Beratung kein Geld kostet und in der Regel schnell und unkompliziert abläuft." In fast 70 Prozent der Fälle gelingt es ihm, Erfolge oder zumindest Kompromisse zwischen den streitenden Parteien zu erzielen. "Ich führe im Jahr 400 bis 450 Gespräche. Fälle, in denen es um Hartz IV geht, sind immer dabei", erklärt Burgard.

derbuergerbeauftragte.rlp.de