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TSC veranstaltet Feier im Kerweheim: Bubenhausen rüstet sich für die Kerwe

TSC veranstaltet Feier im Kerweheim : Bubenhausen rüstet sich für die Kerwe

TSC will mit eigenem Brunnen seine Wasserkosten senken. Verein darf bis zu 50 Meter tief bohren.

Die Zeiten glanzvoller Kerwen sind in Bubenhausen längst vorbei. Von einem Rummelplatz ist in dem Zweibrücker Stadtteil an diesen Tagen denn auch nichts zu sehen. Dennoch lebt die Tradition fort – zumindest im Sportheim des TSC geht es an diesem Wochenende und am Montag hoch her.

Wirt Klaus Schmidt will die Gäste dann einmal mehr mit seinen Kochkünsten begeistern. „Es gibt die verschiedensten Variationen von Schnitzel“, verrät „Pan“ – wie Schmidt von den Bubenhausern liebevoll genannt wird.

Am Montag serviert er ab zehn auch Leberknödel. Dann würden viele aus dem Ort kommen, um bei einem zünftigen Kerwefrühschoppen die ein oder andere Neuigkeit auszutauschen oder in Erinnerungen zu schwelgen. Dabei drehe sich vieles mit Sicherheit auch um den Fußball, der am Wattweiler Berg mit große Leidenschaft betrieben wird. Kein Wunder, dass der Höhepunkt des Kerwetreibens wohl das Landesligaspiel der ersten Mannschaft sein wird, die gegen den VfR 07 Kirn antritt. Anstoß ist am Sonntag, 4. August, um 15 Uhr. Selbstverständlich will man danach einen Heimsieg feiern, was zur Kerwe nahezu eine Pflicht ist. Wer will schon nach einer Niederlage Trübsal blasen?

Der TSC hat sich aber auch sonst einiges vorgenommen. Beispielsweise habe der Bau des Bouleplatzes bereits begonnen. Für das Kleinfeld erfolge der erste Aushub, wie der Vorstand berichtet. „Kurzfristig wollen wir auch einen eigenen Brunnen in Betrieb nehmen“, nennt der Vorsitzende Wolfgang Schön einen weiteren Plan.

Mit Blick auf die extrem trockenen und heißen Sommer im Zeichen des Klimawandels müsse immer mehr Wasser für die Pflege des Rasenplatzes aufgewendet werden, was zu einem erheblichen Anstieg der Nebenkosten führe. Durch einen Brunnen könne das Wasser kostenlos gefördert und das eingesparte Geld für andere Zwecke ausgegeben werden, was dem Verein zugute komme. Von Seiten der Verwaltung der Stadt Zweibrücken sei dem TSC die Bohrung in einer Tiefe von bis zu 50 Metern genehmigt worden.

Im Blick hat der Vorstand auch die Zuschauerränge, die von Behinderten schwer erreichbar seien. „Wir wollen mit einer Rampe an der Sprecherkabine für Abhilfe sorgen“, versichert Schöns Kollege Stephan Heidenreich. Dass nicht alles auf einmal gestemmt werden könne, ist den Verantwortlichen klar. „Alles ist natürlich von der Kassenlage abhängig“, so Heidenreich.

ILGI-Bubenhausen Foto: SZ/Steffen, Michael
Klaus Schmidt zeigt bei der Kerwe auch seine Kochkünste. Foto: Norbert Rech

Neben dem TSC sorgt am Sonntag auch der Bubenhauser Obst- und Gartenbauverein mit seinem Sommerfest für einen Hauch von Kerwestimmung. Los geht’s um elf Uhr auf dem Gelände der Pfarrei St. Pirmin an der Wattweiler Straße. Unter anderem werden geräucherte Forellen kredenzt. nob