Brücke liegt im Zeitplan

Spätestens in zwei Monaten soll die Brücke über den Schwarzbach, die dann als Zufahrt zum John-Deere-Werk dient, befahrbar sein. Rund 1,5 Millionen Euro hat der Bau zusammen mit der Verlängerung der Wilkstraße gekostet.

"Wenn das Wetter weiter mitspielt, ist die Brücke bis Ende September, Anfang Oktober befahrbar", sagt der Betriebshofsleiter des Umwelt- und Servicebetriebs, Steffen Mannschatz. Die Widerlager der Brücke stehen bereits. Die Stahlträger liegen darauf. Und die Wilkstraße wurde von der Zufahrt zu Möbel Martin und Globus Baumarkt bis zur Kläranlage auf zwei Fahrspuren verbreitert.

"Damit liegen wir im Zeitplan", erklärt Mannschatz. Im Mai wurde mit der Baumaßnahme Verlängerung der Wilkstraße und Brücke über den Schwarzbach zum Gewerbegebiet am John-Deere-Werk begonnen. Mit noch nicht einem halben Jahr Bauzeit sei das Vorhaben zügig umgesetzt worden, sagt Mannschatz.

Und auch von der Idee bis zur Realisierung dauerte es nicht lange. Vor drei Jahren wurde erstmals öffentlich über eine neue Zufahrt zum John-Deere-Werk mithilfe einer Brücke über den Schwarzbach geredet. Oberbürgermeister Kurt Pirmann bestätigte Gespräche zwischen dem Landmaschinenhersteller und der Landesregierung. Der Stadtrat vergab 2013 dann den Planungsauftrag.

Im Herbst des vergangenen Jahres kehrte der Oberbürgermeister mit dem Bewilligungsbescheid aus Mainz zurück. Das Land fördert das Vorhaben mit 90 Prozent. Nach Aussage von Mannschatz liege das Projekt auch im finanziellen Rahmen. Rund 1,5 Millionen kostet die Maßnahme mit Brücke und der Verlängerung der Wilkstraße.

Nach der Zustimmung des Stadtrats im Dezember regte sich Widerstand. Die Industrie- und Handelskammer sowie Möbel Martin und der Globus Baumarkt befürchteten zusätzliche Verkehrsbelastung. Im März einigten sich die Stadt und die Märkte, die darauf ihre Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht zurückzogen. An der Ampelanlage in Höhe der Kläranlage erhalten Fahrzeuge aus Richtung Wilkstraße zur Brücke den Vorrang. So dass sich keine Lkw in der Wilkstraße stauen. Neben der Brücke wird derzeit auch die Straße auf der anderen Seite des Schwarzbachs mit einem Wendehammer gebaut. Im Werksgelände werden Parkplätze und eine Toilettenanlage angelegt, hat der Leiter der Werksplanung bei John Deere , Klaus Wottke, vor einer Woche beim Besuch des Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion , Alexander Schweitzer, gesagt. "Diese Maßnahmen dienen, dass der Verkehr auf der Wilkstraße nicht behindert wird", erklärt Mannschatz. Schweitzer hat zufrieden festgestellt, dass die politische Entscheidung schnell positive Auswirkungen zeigt. Zum einen könne sich der Landmaschinenhersteller am Standort Zweibrücken gut weiterentwickeln. Und zum zweiten würde die Homburger Straße durch die neue Zufahrt zu dem Gewerbegebiet entlastet.