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Brücke in Oberauerbach soll bis Weihnachten fertig sein

Brücke in Oberauerbach : Bis Weihnachten soll Verkehr wieder rollen

Derzeit laufen an der Brückenbaustelle Oberauerbach die Vorbereitungen für die Versiegelung.

Endspurt ist bei den Brückenbauarbeiten über den Bundenbach im Stadtteil Oberauerbach angesagt. Bis Mitte November könnten die eigentlichen Bauarbeiten abgeschlossen sein, so die Prognose des Baupoliers Stefan Blank von Bautra, dem Unternehmen aus dem saarländischen St. Ingbert, welches mit der Brückenerneuerung beauftragt ist. Mit rund 100 Kubikmetern Ortsbeton ist die neue Brücke betoniert worden, die auf insgesamt 12 Gründungspfählen steht. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Kunststoffversiegelung der Betonoberschicht. 

28 Tage keine Tätigkeit beim Brückenbauwerk im Stadtteil Oberauerbach, das zwischen der protestantischen Dorfkirche und dem Bürgerhaus den Bundenbach aus Richtung Mörsbacher Tal kommend überspannt. 28 Tage waren nämlich notwendig, damit die aus Ortbeton gefertigte Brücke ihre notwendige Festigkeit hat. „In 28 Tagen bindet der Beton ab, dann können die nächsten Arbeitsschritte folgen“ beschreibt der Baustellenpolier Blank die gegenwärtige Situation am Objekt.

Die Vorkehrungen zur Kunststoffversiegelung der Betonoberflächen im Fahrbahnbereich des Brückenbauwerks und den Brückenkappen laufen auf Hochtouren. Sobald der Arbeitsgang „Versiegelung“ abgeschlossen ist, werden Schweißbahnen aufgetragen, ehe die Abschlussschicht „Gussasphalt“ eingebaut wird. Den umfangreichen Abbrucharbeiten folgte eine sehr diffizile Pfahlgründung für das nunmehr als fertige Einheit aus Beton gegossene Brückenbauwerk. Wie tief die Pfahlgründung reichte bis man auf festen Fels im Untergrund stieß, konnte Polier Blank aus dem Stehgreif nicht sagen. Vielleicht 15 Meter, mal mehr oder weniger. Jedenfalls soweit und tief, bis man auf Fels als „Stehender Untergrund“ gelangte.

Der Pfahlgründung mit schwerem Arbeitsgerät folgten ohne Unterbrechung die Einschalungsarbeiten für das neue, nunmehr entstandene Brückenbauwerk, das an Ort und Stelle in die hölzerne Schalung floss, welche zuvor die Handwerker mit viel Sachverstand geschaffen hatten. Pausenlos waren in der Phase des Betonierens die schweren Betonmischfahrzeuge angerollt und brachten den fertigen Beton an die Baustelle.

Versorgungsleitungen sind bereits unter der Brücke montiert, andere werden noch hinzukommen. In den Brückenkappen, das sind die Brückenteile die einmal die Gehwege aufnehmen, sind Leerrohre für die Nachrichtenleitung mitverlegt worden. Die Brücke selbst hat eine Fahrbahnbreite von fünf Metern, auf 10 Meter hin überspannt sie den Bundenbach.

Seit Mai laufen die Arbeiten, der Schwerlastverkehr in Richtung Battweiler und Contwig muss die Vorstadtgemeinde weiträumig umfahren. Wer aus Battweiler, Reifenberg oder Maßweiler Richtung Zweibrücken will, kann über die Schwarzwaldstraße die Baustelle umfahren. Parkende Fahrzeuge der Anlieger aus der Schwarzwaldstraße erschweren optisch den Verkehrsfluss. Gegenseitige Rücksichtnahme im fließenden Verkehr ist gefragt und das scheint bisher gut zu klappen.

Der Straßenzug ist derzeit eine 30-Kilometer-Zone. Mit schwarzem Spritzgruß wird die glatte Betonoberfläche nunmehr aufgeraut, damit die Kunststoffversiegelung hält. Nur in spezieller Schutzbekleidung lässt sich dieser Arbeitsgang ausführen. Mit der Kunststoffbeschichtung in der Oberfläche soll kommende Woche begonnen werden.

Es ist davon auszugehen, dass bis Weihnachten hin der Verkehr wieder wie gewohnt über die Kreisstraße 19 rollt, was natürlich viele Verkehrsteilnehmer begrüßen werden. Bei den heutigen Treibstoffpreisen ist jeder unnötige Umleitungskilometer verschenktes Geld und derzeit wird ja gerade in der Region Zweibrücken und Umgebung den motorisierten Verkehrsteilnehmern viel abverlangt, wir haben darüber bereits berichtet.