1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Briefwahl-Rekord bei Bundestagswahl in Zweibrücken jetzt schon sicher

Bundestagswahl 2021 : Rekord-Ansturm auf Briefwahl in Zweibrücken

Bei so vielen Wählenden wie noch nie werden die Anstrengungen der Wahlkämpfer bis zum Wahlsonntag vergeblich sein – sie haben ihre Kreuzchen nämlich schon vergeben.

Während der Wahlkampf für die Bundestagswahl am 26. September immer intensiver wird, haben viele Zweibrückerinnen und Zweibrücker ihre Kreuzchen schon vergeben – oder stehen kurz davor. Schon jetzt steht fest: Es wird einen neuen Briefwahl-Rekord in Zweibrücken geben.

Bis Dienstag – also gut zweieinhalb Wochen vor dem eigentlichen Wahltag – hat das Zweibrücker Wahlamt bereits 5674 Wahlscheine ausgestellt für Wahlberechtigte, die Briefwahl beantragt haben. Obwohl die meisten davon erst in den letzten Tagen ausgestellt wurden (die Wahlbenachrichtigungen wurden am 3. September versandt), sind sogar schon 742 Wahlbriefe mit den (mutmaßlich ausgefüllten) Stimmzetteln eingegangen. Das teilt die auch fürs Wahlamt zuständige Hauptamtsleiterin Alessa Buchmann auf Merkur-Anfrage mit.

Wegen der Corona-Krise hatte die Stadt zwar mit vielen Briefwahl-Anträgen gerechnet – und indirekt auch dafür geworben. So heißt es auf der Stadt-Homepage: „Am Wahltag dürfen immer nur zwei Wähler in den Wahlraum, es kann daher zu längeren Wartezeiten kommen. Wir weisen diesbezüglich verstärkt auf die Möglichkeit der Briefwahl hin.“ (Die Personen-Beschränkung in den Wahllokalen dient dem Schutz vor Covid-19.) Und Oberbürgermeister Marold Wosnitza hat auf seiner Facebook-Seite sogar ein kurzes Video von „Weg zum Briefwahllokal“ gepostet und berichtet: „Meine Stimme ist abgegeben.“

Doch der Ansturm auf die Briefwahl übertrifft alle Erwartungen. Um ihn bewältigen zu können, hat die Stadt am vergangenen Samstag das an diesem Tag fürs Briefwahlbüro vorgesehene Personal von zwei auf acht Personen erhöht.

Schon bei der Bundestagswahl vor vier Jahren gab es in Zweibrücken einen Briefwahl-Rekord. Damals hatten zweieinhalb Wochen vor dem Wahlsonntag von rund 26 400 Wahlberechtigten 2813 Briefwahl-Anträge gestellt – diesmal sind es mit 5674 doppelt so viele, obwohl es etwas weniger Wahlberechtigte gibt (rund 25 500).

Am Ende waren es bei der Bundestagswahl 2017 dann 5274 Briefwähler (20 Prozent der tatsächlichen Wähler).

Nach Merkur-Einschätzung zeichnet sich damit ab, dass diesmal weit über ein Drittel der Wähler ihre Kreuzchen bereits vor dem Wahlsonntag machen werden – und damit unbeeinflusst vom Wahlkampf-Finale, zu dem im Fernsehen unter anderem auch noch zwei der insgesamt Kanzlerkandidat/-innen-Trielle gehören.

Das Briefwahlbüro befindet sich hinter dem Rathaus im (derzeit nicht betriebenen) Kultur-Café von Stadtbücherei und Stadtmuseum (Adresse Herzogstraße 9-11, Eingang über die den Parkplatz Uhlandstraße). Briefwahl ist natürlich auch per Post möglich.

Im Wählerverzeichnis eingetragene Stimmberechtigte können bis einschließlich Freitag, 24. September Briefwahl beantragen. Wenn Wahlberechtigte nachgewiesener Weise plötzlich erkrankten, können sie noch bis zum Wahlsonntag, 15 Uhr, Briefwahl beantragen. Der Wahlbrief muss allerdings in jedem Fall bis spätestens 18 Uhr am Wahltag dem Wahlvorstand vorliegen.

Weitere Informationen zu den Briefwahl-Formalitäten gibt es auf der Wahlbenachrichtigung, auf der Stadt-Homepage www.zweibruecken.de, unter Tel. (0 63 32) 871-190 und 871-107 sowie im Briefwahlbüro (wo man auch direkt wählen kann). Geöffnet ist es wie folgt: montags bis mittwochs 8 bis 16 Uhr, donnerstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 12 Uhr (am Freitag vor der Wahl bis 18 Uhr) sowie samstags 9 bis 12 Uhr.