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Siebmaschine in Flammen: Brand bei Remondis: Hoher Sachschaden

Siebmaschine in Flammen : Brand bei Remondis: Hoher Sachschaden

Ein großes Feuer beim Abfallrecycler Remondis hat heute Morgen laut Unternehmensangaben einen Schaden von ungefähr 150 000 Euro verursacht. Wie die Polizei mitteilte, brannte gegen 5.50 Uhr eine Abfall-Siebmaschine auf dem Gelände in der Luxemburger Straße. Ein Lasterfahrer hatte den Brand vor Betriebsöffnung entdeckt.

Ein großes Feuer beim Abfallrecycler Remondis hat gestern laut Unternehmensangaben einen Schaden von ungefähr 150 000 Euro verursacht. Gegen 5.50 Uhr brannte eine Abfall-Siebmaschine auf dem Gelände in der Luxemburger Straße am Zweibrücker Flugplatzgelände. Ein Lasterfahrer hatte den Brand vor Betriebsöffnung entdeckt. Die Verbandsgemeindewehr mit zehn sowie die Feuerwehr Zweibrücken mit einem Fahrzeug rückten mit  insgesamt 35 Mann aus, dazu ein Rettungswagen und Polizei.

Andreas Glahn, Vize-Chef der Verbandsgemeindewehr, erklärt auf Merkur-Anfrage, da bei Remondis bereits vor einigen Jahren eine Industriemaschine gebrannt habe und man aus den Erfahrungen mit einem Großbrand gerechnet habe, seien viele Einsatzkräfte ausgerückt: „Wir wussten, dass da viel trockenes Holz gelagert wird und dachten, da könnte was auf uns zukommen.“

Als Erstes sei schon um kurz vor sechs Uhr die Feuerwehr Hornbach am Brandort angekommen. Die Brandbekämpfer hätten eine „Riegelstellung“ errichtet, eine Wasserwand zu einer nur zwei Meter von der brennenden Maschine entfernten Halle. So wurde ein Übergreifen der Flammen verhindert. Die Löscharbeiten zogen sich rund drei Stunden hin, schildert Glahn weiter. Zuletzt habe man die gelöschte Maschine verrückt, um Glutnester in darunter liegenden Sägespänen zu löschen. Die dieselbetriebene Abfall-Siebmaschine schreddere Holz in einer sich drehenden Trommel. Manche Teile verblieben dabei im Inneren, beschreibt Glahn, der die Feuerbekämpfer lobt: „Die Feuerwehr hat gut und schnell gehandelt, es war ein sehr gutes Eingreifen.“ Das sieht auch Remondis-Sprecher Michael J. Schneider so: „Der Einsatz war vorbildlich.“ Die durch das Feuer beschädigte Maschine sei indes „ein Totalverlust“. Da der Brand vor Arbeitsbeginn entstand, seien keine Mitarbeiter auf dem Betriebsgelände gewesen. Die Siebmaschine war am Dienstagnachmittag nach Arbeitsende abgeschaltet worden und das umzäunte Firmengelände abgeschlossen. Die Brandursache ist auch in den Augen von Andreas Glahn unklar. „Die Polizei ermittelt routinemäßig und schickt morgen einen Brand­ermittler“, schildert Remondis-Sprecher Michael J. Schneider. Da die Maschine zum Zeitpunkt des Brandes ausgeschaltet war, erscheint ihm ein technischer Defekt als unwahrscheinlich. Der Shredder laufe derzeit im Normalbetrieb weiter, das Sieben des Materials sei allerdings nicht möglich, bis eine Ersatzmaschine beschafft worden sei. Wie lange das dauere, sei noch nicht absehbar.

Der von Glahn erwähnte vergleichbare Brand war am 9. Dezember 2014 und sprang laut Schneider in einem benachbarten Shredder auf das Sieb über: „Die Ursache ist unbekannt. Denkbar ist eine Selbstentzündung durch Fremdstoffe oder ein heiß gelaufenes Lager. Dies konnte jedoch durch die Ermittlungen nicht abschließend verifiziert werden.“

(ek)