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Blütenfest Hengstbach wieder erblüht

Blütenfest Hengstbach wieder erblüht

Hengstbach. Ob es gestern beim glänzend organisierten Hengstbacher Blütenfest noch den 1000. Besucher gab, ließ Winfried Schwarz, Vorsitzender des Hengstbacher Chores und "Cheforganisator" des Festes offen. Eines war jedoch schon in den frühen Nachmittagsstunden sicher, die Erwartungen der vielen Helfer aus Mittelbach-Hengstbach wurden diesmal voll und ganz erfüllt

Hengstbach. Ob es gestern beim glänzend organisierten Hengstbacher Blütenfest noch den 1000. Besucher gab, ließ Winfried Schwarz, Vorsitzender des Hengstbacher Chores und "Cheforganisator" des Festes offen. Eines war jedoch schon in den frühen Nachmittagsstunden sicher, die Erwartungen der vielen Helfer aus Mittelbach-Hengstbach wurden diesmal voll und ganz erfüllt. Viele kleine und große Maiwanderer hatten die Festwiese "Am Rosenacker" oberhalb von Hengstbach als Rastpunkt auf dem Tourplan. "Das ist heute überhaupt kein Vergleich zum letzten Jahr, die Besucher kommen wieder zu uns, wie das schon eine alte Tradition ist", freute sich Winfried Schwarz. 2010 hatten Nachbarn gegen die Veranstaltung des Blütenfestes geklagt, das seit den fünfziger Jahren organisiert wird. Der einmal im Jahr über vier Tage zu erduldende Lärm war den Klägern damals zu viel und den Hengstbacher Festorganisatoren blieb nichts anderes übrig, als ein neues Festkonzept auf die Beine zu stellen.

"Das bricht uns das Herz"

Schwarz: "Eine Tanzmusik bis Mitternacht rentiert sich nicht. Die Verwaltungsrichter haben bei ihrem Urteilsspruch nicht bedacht, dass die jungen Besucher erst um 22 Uhr weggehen. Da müssten wir zwei Stunden später Schluss machen und dafür viel Geld für eine Band hinlegen, das rechnet sich einfach nicht." Dass keine vier Tage mehr das Fest die Besucher ins idyllische Hengstbacher Kirschenland locken kann, bedauern vor allem Arthur Wolf und Jakob Knecht, schon mehr als fünfzig Jahre Mitstreiter beim Blütenfest. "Das bricht uns schon das Herz", meinen die beiden Fest-Veteranen übereinstimmend und freuen sich andererseits, dass die überwiegende Dorfbevölkerung voll und ganz zur Sache steht. Der 83-jährige Wolf: "Straußbuben und -mädels ziehen voll mit. Die unterstützen uns großartig." Knecht rechnet es derweil dem stellvertretenden Ortsvorsteher Helmut Wolf hoch an, dass er zusammen mit Ortsbeiräten vornweggeht und sich viele aus dem Dorf derart für das Blütenfest engagieren. cos