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Freibad: Bisherige Pächterin möchte das Landgestüt weiter betreiben

Freibad : Bisherige Pächterin möchte das Landgestüt weiter betreiben

Das einzige Angebot bei der europaweiten Ausschreibung für den Betrieb der Einrichtung in Zweibrücken legt die bisherige Betreibergesellschaft vor.

(sf) „Wir wollen das Landgestüt weiter betreiben“, sagte der Geschäftsführer der Landgestüt Zweibrücken GmbH, Alexander Kölsch, auf Nachfrage des Pfälzischen Merkur. Seit Mitte Mai lief die europaweite Ausschreibung der traditionsreichen Einrichtung in Zweibrücken. „Es liegt ein Angebot vor“, hatte zuvor Stadtsprecher Heinz Braun mitgeteilt. Ohne den Namen des Anbieters zu nennen.

Den offenbarte dann der Geschäftsführer der bisherigen Pächterin. An der Betreibergesellschaft sind Pferdezuchtverbände, die Stadt und der Reit- und Fahrverein beteiligt. „Die Gesellschafterversammlung hat bei der Versammlung vor zwei Wochen entschieden, ein Angebot abzugeben“, sagte Kölsch. „Das bleibt eine große Herausforderung, keine Verluste zu erwirtschaften.“ 2008 übernahm eine Stiftung das Landgestüt mit den Anlagen und Gebäuden vom Land Rheinland-Pfalz. Den Betrieb übernahm die Landgestüts-GmbH. Anlass für die Ausschreibung war, dass das Land den jährlichen Zuschuss für das Gestüt in Höhe von 65 000 Euro einstellen wird. Dabei soll mit der Verpachtung eines Teils des Sportplatzes an der Festhalle eine Einnahmequelle erschlossen werden. Auch vom Bezirksverband Pfalz hofft die Stiftung auf eine Zuwendung (wir berichteten).

In der Ausschreibung wurde festgeschrieben, dass der Betreiber das Gestüt mit dem bisherigen Angebot fortführen muss. Dazu gehören Zucht, Veranstaltungen und Kooperationen mit Schulen. Auch die Einrichtung eines Museums wird aufgeführt. Dazu sollten die bisherigen sechs Mitarbeiter übernommen werden. Zudem ist es dem Betreiber unbenommen, weitere Veranstaltungen durchzuführen. Ziel des Verfahrens ist die Fortführung der traditionsreichen, über 260 Jahre währenden Einrichtung. Im Rahmen der Ausschreibung gab es zwei Besichtigungstermine. Bei der ersten kam kein Interessent, bei der zweiten vier (wir berichteten). „Wir mussten uns das Gestüt nicht ansehen. Wir kennen es“, meinte Kölsch mit einem Schmunzeln.

Nach dem Abgabetermin wird das einzige Angebot laut Stadtsprecher von der zentralen Vergabestelle der Stadt formal und inhaltlich geprüft. Das Angebot gilt vier Wochen. In der Zeit muss die Prüfung abgeschlossen sein. Über den Zuschlag entscheidet dann der Stiftungsrat.