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Rolling 50/1000 in Zweibrücken: Beschleunigungsrennen am Flughafen

Rolling 50/1000 in Zweibrücken : Beschleunigungsrennen am Flughafen

Wer erreicht nach 1000 Metern mit seinem Auto die höchste Geschwindigkeit? Darum geht es bei einem Rennen  am 20. August in Zweibrücken. Es ist die letzte erlaubte Motorsport-Veranstaltung für dieses Jahr am Flugplatz. 

Am Triwo-Flughafen Zweibrücken findet am Sonntag, 20. August, zehn bis 18 Uhr, die voraussichtlich letzte Motorsport-Veranstaltung dieses Jahres statt. Es handelt sich um ein Beschleunigungsrennen, konkret den zweiten Vorlauf für die Deutsche Meisterschaft im Wettbewerb „Rolling 50/1000“. Anmelden können sich Fahrer von Autos mit mindestens 300 PS serienmäßiger Leistung und Straßenzulassung.

Dieses Rennen ist 2017 die vierte der maximal vier Motorsport-Veranstaltungen, die derzeit jährlich auf dem Flughafen stattfinden dürfen, erklärte Ulla Eder, Pressesprecherin des Landkreises Südwestpfalz, auf Merkur-Nachfrage. Die Triwo hatte im Frühjahr mehreren Veranstaltern augrund dieser Genehmigungsproblematik absagen müssen (wir berichteten). Mit einem Lärmgutachten könnte die Triwo mehr Motorsport-Veranstaltungen am Flughafen ermöglichen – und vor allem einen rechtssicheren Betrieb des profitablen Auto-Testcenters, das von vielen bekannten Firmen genutzt wird (hier drückt die Kreisverwaltung derzeit noch ein Auge zu, weil sie die Genehmigungsfähigkeit erwartet, wir berichteten). Liegt das von der Triwo angekündigte Lärmgutachten für  Kfz-Nutzungen mittlerweile vor? „Die endgültige Fassung des Antrags auf Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz liegt der Kreisverwaltung noch nicht vor“, antwortet Kreissprecherin Eder. Anfang August finde ein Ortstermin mit Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises statt, „bei dem die naturschutzrechtlichen Belange des Antrages erörtert werden“.

Bei dem „Rolling 50/1000“-Rennen am 20. August wird ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h beschleunigt („rollender Start“), dann geht es  um die höchste erzielte Geschwindigkeit nach 1000 Metern. Für solche Rennen sind besonders Flugplätze mit langen Startbahnen wie in Zweibrücken geeignet.

Peter Klein, Chef des Veranstaltungsservice SCC 500 („Super Car Club“) aus Hagen, weist auf Merkur-Anfrage darauf hin, das interessierte Zuschauer vorher Tickets kaufen müssen: „Wir werden lediglich 100 VIP-Gäste als Zuschauer zulassen!“ Alle Infos dazu gibt es im Internet (www.scc500.de/ticketshop). Die Tickets kosten 50 Euro (unter Zwölfjährige frei). Eine Tageskasse gibt es nicht.

Wie viele Autos erwartet Klein als Renn-Teilnehmer? „In der Regel haben wir um die 100 Teilnehmer. Jedoch denke ich, dass es diesmal viel weniger werden. Bisher läuft es ziemlich schleppend, was aber auch an den Ferien liegen kann.“ Man sei zum ersten Mal in Zweibrücken. Anmeldungen werden ebenfalls über die SCC500-Homepage entgegengenommen. Es gibt nach Leistung gestaffelte Startgruppen, die höchste ist, auch für Tuner, „751 bis über 1000 PS“. Autos mit über 1600 PS brauchen eine zusätzliche Brems-Einrichtung wie einen Bremsfallschirm.

Fett gedruckt ist im Reglement eine Lärmschutz-Vorschrift: „Probestarts und Reifenwärmen sowie das Durchdrehen der Reifen ,Burnouts’ ist auf dem gesamten Veranstaltungsgelände nicht erlaubt. Zuwiderhandlungen führen zum sofortigen Ausschluss an der Veranstaltung.“

Die „Rolling 50“-Meisterschaften werden regelmäßig auch von Fernsehsendern wie beispielsweise RTL 2 und darüber hinaus auch DMAX begleitet.

www.scc500.de