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Bekannte erkennen Einbrecher auf Überwachungs-Bildern

Bekannte erkennen Einbrecher auf Überwachungs-Bildern

Auf ungewöhnliche Art und Weise konnte ein Einbruch in ein Wohnhaus in Zweibrücken aufgeklärt werden, wie die Polizei auf Merkur-Nachfrage mitteilt.Die Einbrecher hatten am 13. November aus dem Haus im Stadtgebiet ein Apple-Notebook, eine Playstation sowie einen Camcorder im Gesamtwert von 4500 Euro gestohlen und zudem etwa 200 Euro Sachschaden angerichtet.

Zum Verhängnis wurde den Täter nicht nur, dass sie von einer Video-Überwachungskamera aufgenommen wurden: Es half auch noch Kommissar Zufall. Denn die Einbruchsopfer hatten die Überwachungskamera-Bilder in ihrem Bekanntenkreis verbreitete - und ein Bekannter identifizierte einen der Täter. "Anhand dessen konnten auch die zwei anderen Einbrecher ermittelt werden", berichtet der Zweibrücker Polizeisprecher Jürgen Seel: "Die Täter haben dann alles brav zurückgebracht."

Bislang gebe es noch keine Erkenntnisse, ob auch andere Einbrüche auf das Konto des Trios gehen - die Ermittlungen dauerten aber noch an.

Grundsätzlich könnten Überwachungskamera-Bilder auch der Polizei helfen, Einbrüche aufzuklären, sagte Seel auf Nachfrage. Während in diesem Fall die Einbrecher die Überwachungskamera wohl nicht bemerkt hatten, könnten sichtbare Überwachungskameras auch abschreckend auf Täter wirken. Schwer einzuschätzen sei, ob diesbezüglich auch Attrappen sinnvoll sind: "Das kann in zwei Richtungen ausgelegt werden. Entweder als Abschreckung, oder dass da wohl etwas zu holen ist. Das hängt natürlich auch davon ab, wie echt die Attrappe wirkt."

Beim Kamera-Einsatz ist aber auch der Datenschutz zu berücksichtigen. So dürfen sie nur das eigene Haus oder Grundstück überwachen: Der Europäische Gerichtshof hat Mitte Dezember in einer Entscheidung ein Bußgeld gegen ein Einbruchsopfer bestätigt, dessen Überwachungskamera auch die Straße und den Eingang des Hauses gegenüber ins Visier genommen hatte (wir berichteten).