Beirat koordiniert Hilfe

Der Beirat für Migration und Integration sieht sich nicht als einzige Institution, die Asylsuchenden hilft. Der Beirat möchte die Arbeit der Vereine und Privatpersonen koordinieren und ein Netzwerk schaffen.

"Viele Sachen passieren schon. Die sollten koordiniert werden", sagte der Vorsitzende des Zweibrücker Beirats für Migration und Integration, Kurt Liebmann. Deshalb lädt der Beirat für Mittwoch, 18. März, 17 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus ein. Neben Kindergärten , Schulen, sozialen Einrichtungen und Vereinen seien alle Bürger eingeladen, die sich "angesprochen fühlen", Asylbewerbern oder Migranten zu helfen.

Bei der Veranstaltung stellen sich auch Arbeitsgruppen des Beirats vor, die Themen entwickelt und umgesetzt hätten. So habe eine Gruppe eine Dolmetscherliste erstellt. "Das ist eine große Hilfe", sagte eine Stellvertreterin Liebmanns, Pervin Taze. Denn für sie ist die Sprachbarriere "ein großes Problem". So hätten ausländische Eltern schulpflichtige Kinder, die nicht deutsch können. "Da sind Erzieher oft überfordert. Da ist es gut, dass Dolmetscher den Eltern helfen."

Dabei erwähnte Liebmann, dass im Bereich der Kindergärten und Grundschulen schon einiges getan werde. Zum Beispiel gebe es in der Pestalozzi-Grundschule und der Herzog-Wolfgang-Realschule gezielte Sprachförderung. Daneben auch die Kurse der VHS oder im April den Kurs "Deutsch am Nachmittag" im Mehrgenerationenhaus des DRK.

"Es gibt auch viele Menschen, die uns ihre Hilfe anbieten", sagte Ruth Reimertshofer, ebenfalls eine Stellvertreterin von Liebmann im Beirat. Diese Hilfe müsse organisiert werden. Damit soll auch die Verbindung zwischen den Neubürgern und den Alteingesessenen verbessert werden. "Wir wollen den Satz des Landes ‚Willkommen in Rheinland-Pfalz' mit ‚Willkommen in Zweibrücken ' konkretisieren." Die Infoveranstaltung ist ein Beitrag dazu.