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Autofahrer finden E10 nicht super

Autofahrer finden E10 nicht super

Zweibrücken. Die Autofahrer scheuen weiterhin den Biokraftstoff E10. Dafür nehmen sie auch weitere Anfahrtswege zur Tankstelle in Kauf. So hatte Kurt Blinn, Inhaber der Aral-Tankstelle an der Ixheimer Straße, dieser Tage zahlreiche neue Kunden. "Die Leute haben uns gesagt, dass es im Saarland kein Superbenzin mehr gibt." Sie hätten dann den Weg nach Ixheim gewählt

Zweibrücken. Die Autofahrer scheuen weiterhin den Biokraftstoff E10. Dafür nehmen sie auch weitere Anfahrtswege zur Tankstelle in Kauf. So hatte Kurt Blinn, Inhaber der Aral-Tankstelle an der Ixheimer Straße, dieser Tage zahlreiche neue Kunden. "Die Leute haben uns gesagt, dass es im Saarland kein Superbenzin mehr gibt." Sie hätten dann den Weg nach Ixheim gewählt. Kürzlich ging der Super-Tank der Tankstelle gerade zur Neige, als der Tanklastzug Nachschub brachte. Bei Blinn gibt es seit Mitte Februar bereits E10. Anfangs haben die Kunden das Benzin mit dem zehnprozentigen Ethanolanteil an seiner Tankstelle auch getankt. "Das Verhältnis zwischen Super und E10 war halbe-halbe", sagt Blinn. Doch die Diskussion habe die Autofahrer verunsichert. Inzwischen sei das Verhältnis zwei Drittel Super und ein Drittel E10. Blinn vermutet, dass es bei anderen Tankstellen ähnlich ist und es deshalb zu Engpässen kommt. Er berichtet sogar von "Hamsterkäufen". So hätten Autofahrern zusätzlich Ersatzkanister mit Super gekauft. Da sich vor der Tanksäule mit Super Schlangen bilden, führen etliche Autofahrer weiter, um an einer anderen Tankstelle mit dem herkömmlichen Benzin - dort ist bisher schon fünf Prozent Ethanol enthalten - zu tanken. Die Calpam-Tankstelle Tschan an der Hofengelsstraße hat gerade eine Woche das neue E10 im Angebot. "Die Leute sind sehr unzufrieden", erzählt Sascha Tschan. Sie berichteten von höherem Spritverbrauch oder einer geringeren Leistung. Deshalb tanken nach Einschätzung Tschans auch an der Tankstelle an der Hofenfelsstraße viele Autofahrer das bekannte Super.Obwohl ihr Fahrzeug nach den im Internet veröffentlichen Informationen der Hersteller das E10 vertragen. "Da trauen sich einige Autofahrer nicht."

Doch Tschan sieht die Hersteller in der Pflicht. Sie hätten vor der Einführung den neuen Biotreibstoff längere Zeit im Betrieb testen müssen. Konkretere Informationen durch die Hersteller wünscht sich auch Kurt Blinn.