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Auftragsvergaben und Auftragserhöhungen im Rat Zweibrücken

Unter anderem für Kita-Neubau und Freifläche an Alter Feuerwache : Stadtrat hat mehrere Aufträge vergeben

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung (wir berichteten) auch eine Reihe von Vergabeangelegenheiten beschlossen, jeweils einstimmig.

Der Auftrag an die Dittgen Bauunternehmung aus Schmelz zum Ausbau der Hofenfelsstraße in Niederauerbach wurde um 190 000 Euro (alle Zahlen gerundet) auf 1,35 Millionen Euro erhöht. 126 000 Euro davon gehen auf die Deutsche Telekom zurück. In der Sitzungsvorlage des Bauamts steht dazu: „Wegen der notwendigen Verlegung von Telekom-Leitungen kam es vermehrt zu Baustillstand. Die damit verbundenen Kosten trägt zunächst die Stadt. Jedoch kann die Telekom für diese entstandenen Kosten in Regress genommen“ werden. „Kann“ war Thorsten Gries (SPD) zu vage: „Man sollte die Telekom wirklich in Regress nehmen und das auf Heller und Pfennig mit der Telekom abrechnen!“ Der für Straßen zuständige UBZ-Abteilungsleiter Steffen Mannschatz antwortete: „Das ist Sache des Rechtsamts.Ich denke, dass die Stadt gute Chancen hat.“ Die übrigen Kostensteigerungen sind fast alle auf mehr erforderliche Erdarbeiten als zuvor geschätzt zurückzuführen.

Die Auftragssumme für die Eurovia Teerbau aus Neunkirchen für den Ausbau der Memelstraße hat sich nach der Erhöhung in der Dezember-Ratssitzung um 26 000 Euro nun noch einmal 7000 auf 271 000 Euro erhöht für Pflegearbeiten. Ein Rechtsstreit hierüber habe durch eine Güteverhandlung mit der Firma abgewendet werden können.

Die Freiflächenarbeiten im Zuge der Umgestaltung der Ex-Fahrzeughalle der Alten Feuerwache für das Helmholtz-Gymnasium hat der Stadtrat für 292 000 Euro an den günstigsten von acht Bietern vergeben, die Firma Kempf 3 aus Saarbrücken.

Im Kita-Neubau an der Gabelsbergerstraße erledigt die Fliesenarbeiten für 69 000 Euro der günstigste von vier wertbaren Bietern, Fliesen Resch aus Pirmasens. Um die Außenanlagen kümmert sich für 752 000 Euro Kempf 3 aus Saarbrücken. Der günstigste von fünf Bietern war allerdings 28 Prozent oberhalb der zuvor geschätzten Kosten. Dies liege an der Marktentwicklung, erklärte Bauamtsleiter Christian Michels auf Frage von Thomas Körner (FWG).

Für das Landesimpfzentrum (Aufbau, Ausstattung, Betrieb, Personal, späterer Abbau) in ehemaligen CIty-Outlet hat der Stadtrat 2,1 Millionen Euro nachträglich in den Haushalt gestellt. Die Verwaltung rechnet mit einer 100-prozentigen Kostenerstattung durch Bund und insbesondere Land.
Ebenfalls einstimmig beschlossen hat der Rat eine Haushalts-Erhöhung um 60 000 Euro für den Ausbau von Hofenfels- und Carl-Pöhlmann-Straße in Niederauerbach.
Um die Digitalisierung des Meldewesens zu erleichtern, ist der Rat einverstanden, dass die Zweibrücken einem neuen „Zweckverband für Informationstechnologie und Datenverarbeitung der Kommunen in Rheinland-Pfalz“ anschließt“.