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Aufschütt-Problem am Flughafen: Abflachen oder Absätze einbauen

Aufschütt-Problem am Flughafen: Abflachen oder Absätze einbauen

Zweibrücken. Die Kreisverwaltung Südwestpfalz hat dem Zweibrücker Flughafen zwei Lösungsvorschläge unterbreitet, um den Baustopp für Auffüllarbeiten am südöstlichen Ende der Flughafen-Piste aufzuheben. Durch die Auffüllung soll der Sicherheitspuffer vergrößert werden, sodass Flieger die komplette Länge der Landebahn von 3,2 Kilometern ausnutzen können

Zweibrücken. Die Kreisverwaltung Südwestpfalz hat dem Zweibrücker Flughafen zwei Lösungsvorschläge unterbreitet, um den Baustopp für Auffüllarbeiten am südöstlichen Ende der Flughafen-Piste aufzuheben. Durch die Auffüllung soll der Sicherheitspuffer vergrößert werden, sodass Flieger die komplette Länge der Landebahn von 3,2 Kilometern ausnutzen können.Bereits im September 2010 war der Stopp durch die Kreisverwaltung angeordnet worden, nachdem Probebohrungen ergeben hatten, dass etwa 60 000 Kubikmeter Füllmaterial nicht ordnungsgemäß verdichtet waren (wir berichteten). Bei einem Gespräch zwischen Vertretern von Flughafen, Kreisverwaltung, dem Landesbetrieb Mobilität (Referat Luftverkehr) und dem beteiligten Ingenieurbüro Umweltgeotechnik GmbH sei nun von Seiten der Verwaltung klargestellt worden, dass zwei Bedingungen erfüllt sein müssten, um die Arbeiten weitergehen zu lassen. Kreisverwaltungs-Sprecherin Ulla Eder: "Die Aufschüttungen müssen standsicher sein und den Anforderungen des Luftfahrtamts entsprechen."

Um das zu erreichen, könne man einmal die Aufschüttungen so lassen, wie sie jetzt sind, und die Standsicherheit herstellen, indem man den bereits aufgeschütteten Bereich abflacht, also von oben hin abträgt. Eder: "Oder man kann den Fußpunkt verschieben, so dass der Bereich steiler wird. Dafür müsste man mehrere so genannte Bermen einbauen, Absätze in der Aufschüttung." Der Flughafen müsse nun innerhalb von sechs Wochen entscheiden, welche der beiden Varianten er umsetzen wolle, so Eder, die "einen neuen Entwurf mit entsprechendem Erdbaustatischem Gutachten" einfordert. Welche Kosten beide Maßnahmen verursachen, sei nicht Bestandteil des Gespräches gewesen. Solange die Aufschüttungen nicht fertiggestellt sind, gilt die Landebahn-Länge, mit der Piloten rechnen dürfen, offiziell als verkürzt. ek