Auf einmal ist alles gut

Es passieren merkwürdige Dinge in Zweibrücken, seit Kurt Pirmann zum neuen Oberbürgermeister gewählt wurde. Obwohl Helmut Reichling ja noch bis nächstes Jahr im Amt sein wird

Es passieren merkwürdige Dinge in Zweibrücken, seit Kurt Pirmann zum neuen Oberbürgermeister gewählt wurde. Obwohl Helmut Reichling ja noch bis nächstes Jahr im Amt sein wird. Wir stellen fest: Der umtriebige Werbegemeinschafts-Chef Mario Facco, früher immer für einen kritischen Einwurf gut, schaut auf einmal fast milde auf die Entwicklung der Stadt und hat sich zu einem regelrechten Optimisten entwickelt. Die Parteien pokern hinter verschlossenen Türen um die Posten im Stadtvorstand und gehen sich nicht, wie sonst bei vielen Themen, in aller Öffentlichkeit an die Gurgel. Sogar der herzogliche Kurier Werner Euskirchen, der Kurt Pirmann wahrscheinlich nicht gewählt hat, konnte am Wochenende mit seinem alten Traum eines Kutschenangebotes in der Stadt einen Erfolg feiern und blickt - teilweise - optimistisch nach vorne. "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne", flüstert da den Poesiealbums-gestählten Zeitgenossen der alte Herrmann Hesse ein. Wohl wahr.Dienstältere Kollegen bremsen allerdings den Überschwang. Nach Reichlings Wahl im Jahre des Herrn 2003 soll es sich ähnlich verhalten haben. Und das Ende vom Lied dürfte allgemein bekannt sein. Aber wir wollen die gute Stimmung nicht verderben. Trotzdem bin ich neugierig auf die nächste Stadtratssitzung. Wird die flauschige politische Atmosphäre auch im Tagesgeschäft erhalten bleiben? Oder wird es mit den Rimbrechts, Schillers und Schneiders im Rat irgendwann doch wieder durchgehen? Wie gesagt: Man darf gespannt sein.